Zaitzkofen, 27.6.2009

Priesterweihen

Am Samstag, den 27. Juni 2009, dem Gedächtnistag von der immerwährenden Hilfe Mariens, weihte S. E. Bischof Alfonso de Galarreta im Schlosspark des Priesterseminars drei Diakone und drei Priester. Tags darauf brachten die Neupriester um 8 und 10 Uhr dem dreifaltigen Gott ihr Erstlingsopfer dar.
Zahlreiche Gläubige nahmen an den Feierlichkeiten teil, trotz den gegenwärtigen schwierigen Zeiten, die die Priesterbruderschaft St. Pius X. durchlebt, durch die zahlreichen Angriffe in den öffentlichen Medien.

Zaitzkofen, 27.6.2009

Erklärung zur Priesterweihe am 27. Juni 2009

am Herz-Jesu-Seminar der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Zaitzkofen

Als Regens möchte ich am Beginn der heutigen Priesterweihe eine Erklärung darüber abgeben, wie wir die heutige Weihehandlung sehen und sie beurteilt wissen wollen.
Wir bedauern die Emotionalisierung der öffentlichen Diskussion über die Priesterbruderschaft St. Pius X. und auch dieser Priesterweihen. Wir bedauern die verbale Ausgrenzung, die wir in diesen Tagen massiv von seiten mehrerer deutscher Bischöfe erfahren.

Wir stellen fest: Ihre Haltung unterscheidet sich sehr von der Handlungsweise Roms.

Es ist zu beachten, daß Rom den baldigen Beginn der lehrmäßigen Gespräche mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. über das 2.Vatikanische Konzil nicht an die Bedingung geknüpft hat, daß wir fortan auf die Spendung von Sakramenten verzichten, bis ein praktisches Abkommen zustandegekommen ist.

Würde unsere Gemeinschaft der Forderung mehrerer deutscher Bischöfe nachkommen und aufhören, Priester zu weihen, die Messe zu feiern und Sakramente zu spenden, weil wir uns momentan kirchenrechtlich nur in einer Grauzone befinden, dann würde das faktisch unsere Auflösung bedeuten.  Indem diese Forderung erhoben wird, verkehrt man die Absicht des Papstes, die er mit der Rücknahme des Exkommunikationsdekretes verfolgt, ins Gegenteil.

Wir stellen fest, daß die Priesterbruderschaft nicht Grund, sondern nur Anlaß ist für den aktuellen öffentlichen Streit, der immer mehr das eigentliche Problem der Kirche in das Blickfeld nimmt. Dieses Problem kann man mit den Worten des ehemaligen Bischofs von Regensburg, Dr. Rudolf Graber, fassen:

"Es geht um das Ganze, es geht um die Kirche, es geht um eine gigantische Revolution in der Kirche!" - "Der Protestantismus war der erste Schritt; dann folgt der Modernismus; das Ende ist der Atheismus". - Man will "die Kirche ihres übernatürlichen Charakters entkleiden, sie mit der Welt amalgamieren, das konfessionelle Nebeneinander zu einem ökumenischen Ineinander machen".

Diese Einschätzung ist auch die unsrige. Wir sehen die Kirche in einem beispiellosen Ausnahmezustand, heute noch mehr als vor 36 Jahren, da Bischof Graber seine hervorragende Analyse der Kirchenkrise veröffentlicht hat unter dem Titel "Athanasius und die Kirche unserer Zeit".

Nur vor diesem Hintergrund ist das heutige Handeln der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu verstehen: Es gibt eine Krise des Glaubens in der Kirche und eine Krise des Priestertums, es gibt eine Notsituation, die nicht zuletzt durch Kräfte innerhalb der Kirche verursacht wurde und die den Glauben und das ewige Heil vieler Seelen in Gefahr bringt.

Weil wir die Kirche lieben, ist es für uns eine Gewissenspflicht, unsere Priesterausbildung nach den Maßstäben der 2000jährigen Tradition fortzusetzen, die mit der Priesterweihe ihren krönenden Abschluß findet. Allen, denen das Wohl der Kirche wirklich am Herzen liegt, bitten wir, über menschliche Fährnisse hinwegzusehen und an unseren ehrlichen und aufrichtigen Willen, der Kirche zu dienen, zu glauben. Nur eine sachliche Auseinandersetzung, getragen von gegenseitiger Achtung, kann der Kirche zum Segen gereichen.

Pater Stefan Frey, Regens

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Zaitzkofen, 13.6.2009

Presseerklärung zu den Priesterweihen

Das Priesterseminar Herz-Jesu der Priesterbruderschaft St. Pius X. stellt zu den am 27. Juni 2009 in Zaitzkofen vorgesehenen Priesterweihen fest:

1. Diese Weihen werden gespendet in der Absicht, der katholischen Kirche zu dienen. Wir spenden diese Priesterweihe, weil wir damit unsere Einheit mit der Kirche Roms zum Ausdruck bringen wollen. Diese Einheit besteht in der gleichen Lehre, den gleichen Sakramenten und dem Messopfer aller Zeiten. Die neugeweihten Priester anerkennen, so wie alle Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Pius X., das Amt des Papstes und die Autorität der Kirche. Die Weihekandidaten werden, so wie alle übrigen Geistlichen der Bruderschaft, in jeder heiligen Messe namentlich für den amtierenden Papst sowie für den jeweiligen Ortsbischof beten, ein Ausdruck der Verbundenheit, welchen die Bruderschaft seit ihrer Gründung vor über 30 Jahren praktiziert. Wir wollen keine Parallelkirche, sondern innerhalb der einen, wahren katholischen Kirche das unschätzbare Gut der katholischen Tradition bewahren.

2. Als Rom am 21. Januar 2009 das Exkommunikationsdekret von 1988 gegen die vier Weihbischöfe der Bruderschaft zurücknahm, hatte der Heilige Vater sicher eine Maßnahme des Lebens und nicht des Todes im Auge. Die großherzige Geste war vor allem als vertrauensbildende Maßnahme für die jetzt bald beginnenden theologischen Gespräche mit den Vertretern des Heiligen Stuhls gedacht, bei denen in einem voraussichtlich zähen Ringen die noch bestehenden Schwierigkeiten ausgeräumt werden sollen.

3. Eine Notsituation erfordert und rechtfertigt entsprechende Notmaßnahmen. Gibt es heute in der Kirche eine Notsituation? Wir verweisen auf den Anhang dieser Erklärung, wo bezeichnende Aussagen von Päpsten, Kardinälen, Bischöfen und Theologen dokumentiert sind. Papst Paul VI. spricht beispielsweise von der „Selbstzerstörung der Kirche“, Papst Johannes Paul II. von „lautloser Apostasie“. Dazu zwei Zahlenbeispiele: 1950 besuchten in Deutschland 13 Millionen Katholiken regelmäßig den sonntäglichen Gottesdienst; heute sind es weniger als zwei Millionen, eine Abnahme von mehr als 85 Prozent also! Die Zahl der Priesterweihen in den deutschen Diözesen hat 2008 einen noch nie dagewesenen Tiefstand von weniger als 100 erreicht.

Es geht um Sein oder Nichtsein des Christentums in Europa. Soll man da die Weihe von Neupriestern aufschieben, die auf dem soliden Fundament der katholischen Überlieferung ausgebildet und die für den Fortbestand der Kirche so notwendig sind? Sollte man heute, da echte Berufungen täglich seltener werden, nicht dem lieben Gott für die Gnade solcher Berufungen inständig danken? Von einem Affront gegen die Einheit der Kirche kann keine Rede sein und schon gar nicht von einer Zurückweisung der Hand des Heiligen Vaters, für den wir täglich beten.

4. Die aufgebrachten Bischöfe berufen sich immer wieder auf das Kirchenrecht. Dazu ein Vergleich: Ein wertvolles Gebäude brennt lichterloh, eine Gruppe beherzter junger Männer eilt zur Brandstelle, um das Feuer zu löschen oder wenigstens einzudämmen und später mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Aber die Ordnungshüter hindern sie daran mit dem Hinweis, sie hätten auf ihrer Fahrt die Geschwindigkeitsbeschränkung überschritten. Ist denn der letzte Kanon des Kirchenrechts von 1983 heute nicht mehr gültig, demgemäß das höchste Gesetz in der Kirche das Heil der Seelen ist?

5. Da die bestehenden Probleme nicht disziplinarischer Natur sind, muss die Diskussion auf einer ganz anderen Ebene geführt werden, nämlich jener des Glaubens. Wenn Papst Benedikt XVI. in seinem Brief an die Bischöfe vom 10. März 2009 die dramatische Feststellung macht, dass der Glaube in vielen Teilen der Welt zu erlöschen drohe, müssten dann nicht gemeinsam alle Anstrengungen gemacht werden, die Ursachen der Glaubenskrise zu erforschen und die Mittel zur Behebung derselben anzuwenden? In diesem Sinne erneuern wir unsere Bereitschaft zum Dialog mit den deutschen Bischöfen in einer Atmosphäre des Friedens und der intellektuellen Redlichkeit fernab von aller Polemik und unfruchtbaren Schuldzuweisungen.

Zaitzkofen, den 13. Juni 2009

Pater Stefan Frey, Regens des Priesterseminars

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Zitate

Zitate von Päpsten, Kardinälen, Bischöfen und Theologen zur kirchlichen Krise

Papst Pius X. sagt in seiner Enzyklika Pascendi dominici gregis vom 8. September 1907:

„Wir sind aber gezwungen, nicht länger zu zögern, weil sich die Verfechter jener Irrtümer bereits nicht mehr ausschließlich unter den offenen Feinden finden; nein, zu Unserem größten Schmerze und Unserer Beschämung müssen Wir es sagen: sie lauern schon innerhalb der Kirche selbst und sind um so gefährlicher, je weniger man sie kennt. Wir meinen, Ehrwürdige Brüder, viele aus der katholischen Laienwelt, ja, was noch viel schlimmer ist, sogar aus den Reihen des Klerus, die unter dem Deckmantel der Liebe zur Kirche, ohne die Grundlage einer soliden Philosophie und Theologie – angesteckt von dem Gifte der Lehren, wie sie die Feinde der Kirche vortragen, alle Bescheidenheit beiseite setzend – sich zu Reformatoren der Kirche aufwerfen: kühn schließen sie ihre Rei-hen zusammen, greifen das Heiligste an Christi Werk an und schonen dabei nicht einmal die göttliche Person des Erlösers selbst, den sie in blasphemischer Frechheit zu einem bloßen armseligen Menschen herabdrücken.“

Am 14. Mai dieses Jahres konnte man beispielsweise aus dem Munde eines Priester der Diözese Regensburg öffentlich in einem Vortrag hören, auch Christus habe sich wenigstens zweimal geirrt.

Papst Pius XI. in der Enzyklika Mortalium animos zur Frage des Ökumenismus vom 6. Januar 1928:

„Ganz ähnlich wollen nun einige auch auf dem Gebiete vorgehen, das der von Christus dem Herrn festgelegten Ordnung des Neuen Bundes unterliegt. Durch die Erkenntnis der Tatsache, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, denen jeder religiöse Sinn abgeht, glauben sie sich zu der Hoffnung berechtigt, es werde sich bei aller Verschiedenheit der Völker bezüglich der religiösen Ansichten doch ohne Schwierigkeit eine brüderliche Übereinstimmung im Bekenntnis gewisser Wahrheiten als gemeinsamer Grundlage des religiösen Lebens erreichen lassen. Zu diesem Zwecke halten sie vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Konferenzen, Versammlungen und Vorträge, zu denen sie alle ohne jeden Unterschied zur Aussprache einladen: Heiden jeder Art und Christen, und endlich auch jene, die unseligerweise von Christus abgefallen sind oder die seine göttliche Natur und seine göttliche Sendung erbittert und hartnäckig bekämpfen.

Derartige Versuche können von den Katholiken in keiner Weise gebilligt werden. Sie gehen ja von der falschen Meinung jener aus, die da glauben, alle Religionen seien gleich gut und lobenswert, weil alle, wenn auch in verschiedenen Formen, doch gleichermaßen dem uns angeborenen und natürlichen Sinn Ausdruck geben, durch den wir nach Gott verlangen und uns seiner Oberherrschaft gehorsam unterwerfen. Die Vertreter solcher Ansichten sind nun nicht nur in Irrtum und Selbsttäuschung befangen, sondern sie lehnen auch die wahre Religion ab, indem sie ihren Begriff verfälschen. Auf diese Weise kommen sie Schritt für Schritt zum Naturalismus und Atheismus. Daraus ergibt sich dann ganz klar die Folgerung, dass jeder, der solchen Ansichten und Bemühungen beipflichtet, den Boden der von Gott geoffenbarten Religion vollständig verläßt.“

Was würde Pius XI. zum Religionskongreß von Assisi am 27. Oktober 1986 gesagt haben?

Papst Pius XII. in der Enzyklika Mediator Dei vom 20. November 1947:

„Ganz zu verurteilen ist aber das vermessene Unterfangen jener, die mit Absicht neue liturgische Bräuche einführen, oder überlebte, mit den geltenden Gesetzen und Rubriken nicht mehr übereinstimmende Gepflogenheiten wiederaufleben lassen. dass dies vorkommt, geliebte Söhne und ehrwürdige Brüder, und zwar nicht nur in unbedeutenden Dingen, sondern auch in solchen von sehr großer Tragweite, haben Wir nicht ohne bitteren Schmerz erfahren. Es gibt tatsächlich Leute, die bei der Darbringung des hochheiligen eucharistischen Opfers sich der Volkssprache bedienen. (...) So würde z.B. vom rechten Weg abweichen, wer dem Altar die alte Form der Mensa, des Tisches, wiedergeben wollte“.

Trifft das alles nicht heute den größten Teil der Kirche, da fast überall die Altäre durch Tische ersetzt worden sind? Man lese auch die Ausführungen des großen Papstes in seiner Enzyklika Humani Generis zur neuen Theologie.

Papst Paul VI. sagt in seiner Rede vom 7. Dezember 1968:

„Die Kirche befindet sich in einer Stunde der Unruhe, der Selbstkritik, man könnte selbst sagen, der Selbstzerstörung. Dies ist wie eine innere Erschütterung (...) die niemand nach dem Konzil erwartet hätte.“

Am 26. Juni 1972 stellt er fest:

„Der Rauch Satans ist durch irgendeinen Riß in den Tempel Gottes eingedrungen.“

Bei einer Unterhaltung mit Jean Guitton am 8. September 1977 sagte er seinem Gesprächspartner:

„Es herrscht ein sehr großes Durcheinander in diesem Augenblick in der Welt und in der Kirche; was auf dem Spiel steht, ist der Glaube. Es kommt jetzt vor, daß ich den geheimnisvollen Satz Jesu im Evangelium des heiligen Lukas für mich selbst wiederhole: ‚Wenn der Menschensohn wiederkommt, wird er dann noch den Glauben auf Erden finden?’ Es kommt vor, daß Bücher herausgegeben werden, in denen der Glaube in entscheidenden Punkten herabgesetzt wird, daß der Episkopat dazu schweigt, daß man diese Bücher nicht als der Kirche fremd betrachtet, und genau dies ist in meinen Augen befremdend. (...) Was mich befremdet, wenn ich die katholische Welt betrachte, ist, daß im Inneren des Katholizismus ein Gedankengebäude nichtkatholischen Typs manchmal scheinbar die Oberhand hat, und es kann geschehen, daß dieser nichtkatholische Gedanke im Inneren des Katholizismus morgen vorherrschen wird. Aber er wird nie das Denken der Kirche darstellen.

Es muß eine kleine Herde weiterbestehen, und selbst wenn es eine sehr kleine Herde ist.“ Er schweigt, dann sagt er: „Was dem Katholizismus in diesem Augenblick fehlt, das ist die Kohärenz“, und er wiederholt mehrere Male das Wort ‚Kohärenz’. Er scheint zu sagen, es liege beim Papst, wieder aufzurichten, zu einen, das kohärent zu machen, was inkohärent ist. Er schweigt. (Jean Guitton, Paul VI secret, Desclée de Brouwer, 1979)

Papst Johannes Paul II. sagt in einer Ansprache an Volksmissionäre am 6. Februar 1981:

„Man muß mit tiefer, schmerzlicher Betroffenheit feststellen, daß die Gläubigen sich heute zum großen Teil verloren und verwirrt vorkommen, ratlos und sogar hintergangen; weiter, daß mit vollen Händen Ideen ausgestreut wurden, die mit der geoffenbarten und zu allen Zeiten gelehrten Wahrheit im Widerspruch stehen; daß auf dogmatischem und moralischem Feld wirkliche und eigentliche Häresien verbreitet wurden, die Zweifel, Durcheinander und Auflehnung zur Folge hatten.“

Man lese die Feststellung desselben Papstes im Nachsynodalen Schreiben Ecclesia in Europa vom 28. Juni 2003, vor allem die Abschnitte 7 bis 9, wo er unter anderem von einer „schweigenden Apostasie“ spricht.

Joseph Ratzinger schrieb 1958 in dem Aufsatz „Die neuen Heiden und die Kirche“: „Das Erscheinungsbild der Kirche der Neuzeit ist wesentlich davon bestimmt, dass sie auf eine ganz neue Weise Kirche der Heiden geworden ist und noch immer mehr wird: nicht mehr wie einst Kirche aus den Heiden, die zu Christen geworden sind, sondern Kirche von Heiden, die sich noch Christen nennen, aber in Wahrheit zu Heiden wurden. Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst.“

Der heutige Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., verglich wenige Tage vor seiner Erhebung auf den päpstlichen Thron, die Kirche mit einem Schiff, „wo das Wasser auf allen Seiten eindringt“ (Kreuzwegandacht am Karfreitag 2005). Wenige Tage darauf sprach er von der Diktatur des Relativismus. Und in seinem Brief an die Bischöfe vom 10. März 2009 stellt er fest, daß der Glaube in vielen Teilen der Welt zu erlöschen drohe.

Die Kardinäle Ottaviani und Bacci stellen in ihrem Vorwort zur „Kurzen kritischen Untersuchung des neuen Ordo Missae“ vom 25. September 1969 fest, der Novus Ordo Missae rücke in auffallender Weise sowohl im Ganzen wie in den Einzelheiten von der katholischen Theologie der heiligen Messe ab, wie sie in der 22. Sitzung des Konzils von Trient formuliert worden sei. Diese unter Mitarbeit von 6 protestantischen Pastoren am grünen Tisch erarbeitete Liturgie wird aber vom größten Teil des Klerus zelebriert. Weicht also nicht ein großer Teil der Kirche von der Meßopfertheologie des Konzils von Trient ab?

Kardinal Šeper sagte zu Hans Pfeil: „Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“ (Der Fels, 1985, S. 345; 1986, S. 186).

Führen wir als weiteres wichtiges Zeugnis das Buch von Bischof Graber Athanasius und die Kirche unserer Zeit an. Die darin zitierten Äußerungen des Exkanonikus Roca über den Papst und ein auszurufendes Konzil sind wortwörtlich eingetroffen.

Schließlich sind die Schriften von Professor Georg May und Professor Johannes Dörmann (kürzlich verstorben) zur heutigen Lage der Kirche außerordentlich lichtvoll.

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Zaitzkofen im Juni 2009

Einladung zur Priesterweihe

Liebe Freunde und Wohltäter!

Im Namen unserer Seminargemeinschaft lade ich Sie herzlich zu den diesjährigen Priesterweihen ein. Bereits am Vortag der Weihen werden sich die vier Priester des Weihejahrgangs 1984 zur Feier ihres silbernen Priesterjubiläums im Seminar einfinden (levitiertes Amt um 6:50 Uhr). Am Samstag, den 27. Juni 2009, dem Gedächtnistag von der immerwährenden Hilfe Mariens, um 9 Uhr wird dann S. E. Bischof Alfonso de Galarreta im Schlosspark des Priesterseminars drei Diakone und drei Priester weihen. Tags darauf werden die Neupriester um 8 und 10 Uhr dem dreifaltigen Gott ihr Erstlingsopfer darbringen. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie in den gegenwärtigen schwierigen Zeiten Ihre Verbundenheit mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. durch besonders zahlreiche Teilnahme an den Feierlichkeiten der Weihen und Primizen bekunden würden.

In letzter Zeit wurde von verschiedener Seite mit Nachdruck die angebliche Unrechtmäßigkeit der von unseren Bischöfen gespendeten Weihen betont, die einen Akt des Ungehorsams und des Affronts gegen den Papst darstellen würden. Darauf antworten wir:

Im Prozess der Annäherung und Verständigung mit Rom hat die Priesterbruderschaft auf unbestimmte Zeit einen provisorischen rechtlichen Status inne, bis nach Abschluss der theologischen Gespräche eine definitive kanonische Regelung gefunden wird. So sieht es die mit Rom vereinbarte „Marschroute“ vor. Niemals war in den bisherigen Verhandlungen von einem generellen „Weihestopp“ die Rede, im Gegenteil: Die Aufhebung des Exkommunikationsdekrets war ja als Akt des Entgegenkommens gedacht, der dem Leben der Bruderschaft keine Einschränkungen auferlegen sollte.

Es wäre demnach unredlich, in den bevorstehenden Weihen einen Affront gegen den Papst sehen zu wollen. Erzbischof Lefebvre und seine von ihm gegründete Bruderschaft waren immer einzig von der Absicht beseelt, der Kirche zu dienen und keineswegs, ihr durch rebellisches Verhalten Schaden zuzufügen. Die Tatsache, dass Weihen ohne direkte kirchliche Erlaubnis vorgenommen wurden, liegt im schweren Notstand, in welchem sich die Kirche aktuell befindet, begründet. Seit Jahren wird die Tradition der Kirche von modernistischen Kräften aufs Bitterste bekämpft und unterdrückt.

Die Tradition hat aber nicht nur ein Lebensrecht, sondern sie ist für das Überleben der Kirche schlechthin notwendig. Ein Baum, der von seinen eigenen Wurzeln abgeschnitten würde, wäre dem Untergang geweiht. Die Fackel des Glaubens in seiner unversehrten Reinheit weiterzutragen und die Sakramente in ihren überlieferten Riten weiterhin zu spenden, sah Msgr. Lefebvre darum als „Überlebensaktion“ an.

Wenn demnach Ende Juni in unseren Seminarien von Ecône, Winona und Zaitzkofen 21 Priester geweiht werden, dann geschieht dies in der Absicht, der Kirche seeleneifrige, im katholischen Glauben fest verankerte Priester zu schenken. Wir sind überzeugt, auf diese Weise der Kirche in den heutigen Zeiten schwerster Glaubensverwirrung und dramatischen Priestermangels den besten Dienst zu erweisen.

Die allerseligste Jungfrau Maria segne die junge Schar der Weihekandidaten, auf dass sie wahrhaft Priester nach dem Herzen Jesu werden und die Erwartungen vollauf erfüllen, die die hl. Mutter Kirche in sie setzt.

Mit priesterlichem Segensgruß

Ihr P. Stefan Frey, Regens

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Interview, 21.6.2009

Piusbruderschaft: „Sind sowieso das schwarze Schaf“

Interview mit Bischof Fellay in der österreichischen Zeitschrift "Die Presse"

(am 21.06.2009, von MICHAEL PRÜLLER)

Trotz versöhnlicher Gesten des Vatikans besteht die konservative Piusbruderschaft darauf, am Samstag unerlaubt Priester zu weihen. Ihr Bischof Bernard Fellay, der Nachfolger von Erzbischof Lefebvre, erklärt, warum.

Die Presse: Wie geht es weiter mit dem Dialog zwischen der Piusbruderschaft und Rom, der im Jänner so viel Staub aufgewirbelt hat?

Bischof Bernard Fellay: Wir haben unsere Vorstellungen Anfang Juni dargelegt. Für die kommenden Tage ist ein Entscheid des Papstes über die Gestaltung der Gespräche angekündigt. Gewiss ist, dass eine Kommission für die Diskussion eingerichtet wird – mit einigen römischen Theologen und einigen von unseren Priestern.

Die Presse: Was ist Ihr Ziel der Annäherung: ein Sonderweg für Sie in einer Nische – oder eine grundlegende Änderung der Kirche in Ihrem Sinn?

Fellay: Das ist eine gute Frage: Wer oder was soll geändert werden? Es stimmt natürlich nicht, wenn jemand behauptet, die ganze Kirche müsse sich ändern. Wir sind nicht der große Gegner, ich würde unsere Lage eher mit einem Thermometer vergleichen, das zeigt, dass es im Leib Fieber gibt. Dass es also ein Problem gibt, das gelöst werden muss. Und es ist nicht unser Problem, sondern eines der Kirchenleitung. Die Kirche leidet unter einer gravierenden Krise, und man will sie in Rom so gütig lösen, dass sich die Krankheit entwickelt und man kein Ende der Krise mehr sehen kann. Wir schlagen Maßnahmen vor, die helfen könnten.

Die Presse: Da gibt es zwei Konfliktpunkte: einerseits Ihre These, der Glaubenskern sei allgemein in Gefahr, und andererseits Ihre Ablehnung konkreter Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils. Muss Rom diese Dokumente zurücknehmen bzw. abändern, oder ist ein „we agree to disagree“ möglich?

Fellay: Die heutige Verwirrung kommt zum großen Teil von einer Kulturkrise unserer ganzen Welt und nicht nur der Kirche – eine Krise des Denkens, der Philosophie. Einige Punkte der Krise haben aber auch im Konzil konkrete Gestalt angenommen. Wir sehen sogar einige Auslöser der Krise im Konzil. Rom sollte bereit sein, Eindeutigkeit zu schaffen, weil es viele Interpretationen des Konzils gibt. Was genau sollen wir anerkennen? Jeder Theologe interpretiert die Dokumente ja anders. Der Heilige Vater musste eine Interpretation des Konzils bereits verurteilen, die der Diskontinuität, des Bruches. Aber 80% der Bischöfe und Theologen wollen diesen Bruch. Diesbezüglich sind nicht wir das Problem.

Die Presse: Sie lehnen aber nicht nur gewisse Interpretationen ab, sondern einige Konzilsdokumente selbst – wo es um Religionsfreiheit und die Achtung vor anderen Religionen geht.

Fellay: Ein Beispiel: Die Erklärung zur Kollegialität der Bischöfe (Konzilsdokument Lumen gentium, Anm.) wurde sogar während des Konzils durch Papst Paul VI. korrigiert. Der Konzilstext darf nur katholisch interpretiert werden mit einem Text, den der Papst vorangestellt hat, einer sogenannten Nota praevia. (Papst Paul VI. hat darin festgehalten, dass die Bischöfe nur „unter und mit dem Papst“ als Kollegialorgan die Kirche leiten können, Anm.) Leider lesen manche das Konzil ohne die Nota praevia.

Die Presse: Würde eine päpstliche Nota praevia vor diesen zwei strittigen Erklärungen Ihren Vorstellungen genügen?

Fellay: Wir können nicht behaupten, dass wir diktieren, wie und was man in der Kirche denkt. Das ist nie unsere Auffassung gewesen. Wir sagen einfach: Die Kirche hat bis jetzt so und so gelehrt, jetzt ergibt sich daraus etwas, das nicht klar ist. Wir bitten um diese Klarheit.

Die Presse: Der andere große Streitpunkt zwischen Ihnen und Rom ist der tridentinische Messritus. Der ist durch die päpstliche Wiederzulassung dieses Ritus zumindest weitgehend entschärft worden. Reicht Ihnen das schon, oder würden Sie sich da auch noch mehr erwarten?

Fellay: Ich bin sicher, da wird noch mehr kommen. Nicht von uns aus, sondern von Rom selbst. Die liturgische Lage muss verbessert werden. Das wird kommen.

Die Presse: Der Papst hat den alten Ritus leicht adaptiert, z.B. durch eine Neufassung der Karfreitagsbitte für die Juden. Beten Sie noch die alte Fassung?

Fellay: Wir beten die alte.

Die Presse: Wäre es denkbar, dass Sie dem Papst folgen und die neue Bitte einführen?

Fellay: Ja, das wäre denkbar. Was der Papst da sagt, widerspricht nicht dem Glauben. Es ist eher ein Problem vor dem Hintergrund der Geschichte, auch wegen der Haltung der Gläubigen – die Karfreitagsbitte ist ja eines der ältesten Gebete, die wir haben.

Die Presse: Eine Versöhnung mit Rom bräuchte wohl von Ihnen eine Art Loyalitätserklärung. Können Sie die abgeben, auch wenn die Kirche nicht in allen Punkten wieder in das Gewand vor dem 2. Vatikanum zurückkehrt?

Fellay: Ich würde es eher so sagen: Wenn die katholischen Grundsätze geklärt sind, auch wenn nicht alles schon gelöst ist, dann ist es möglich. Es gibt eine ganz praktische Frage, die sich jetzt deutlich zeigt, und die ist: Wie werden wir angenommen? Es gibt eine ganz scharfe Blockade. Die hindert uns derzeit daran, weiterzugehen. Wenn wir zu viel Opposition sehen, dann sagen wir einfach: Gut, wir warten noch ein bisschen.

Die Presse: Aktueller Zankapfel ist die von der Piusbruderschaft für den 27. Juni angekündigte Weihe von drei Priestern im deutschen Zaitzkofen. Viele sehen darin eine Provokation für Rom und den Papst, dessen ausgestreckte Hand nun zurückgeschlagen wird.

Fellay: Ich bedaure, dass das als Provokation gesehen wird. Diese Weihen geschehen jährlich, seit 30 Jahren in derselben Form. Als wir mit Rom über die Exkommunikation usw. gesprochen haben, war nie die Rede davon, dass diese Weihen nicht mehr stattfinden sollen. Für uns ist es eine Lebensfrage wie das Atmen, wir brauchen diese Priester.

Die Presse: Es kann doch nicht auf diese drei Weihen ankommen. Wäre es nicht klug gewesen, die Weihen auszusetzen, um das Klima zu verbessern?

Fellay: Das Problem liegt nur in Deutschland. In Rom gibt es Verständnis für diese Weihen, auch wenn man sagt, die sind unerlaubt, nicht nach dem kanonischen Recht. Wir haben damals gesagt, dass wir uns in einen Zwischenzustand begeben, in dem wir friedlicher sprechen können, in dem Rom uns auch beobachten kann. Wir hätten überhaupt nichts dagegen, wenn Rom einen Beobachter zu uns schicken würde. Wir haben das angeboten, aber vielleicht nicht deutlich genug.

Die Presse: Waren Sie erstaunt, dass Rom für die Aufhebung der Exkommunikation keine Bedingungen gestellt hat?

Fellay: Nein, eigentlich nicht. Es geht um eine Annäherung. Die kann nur durch kleine Schritte geschehen – bei allen Wunden und dem, was geschehen ist. In diesem Sinne ist diese Geste des Papstes, die wir dankend annehmen, auch gemeint: eine Geste, um das Klima zu bessern. Unsererseits gibt es die Öffnung, aber in keiner Weise ging es darum, unsere Arbeit einzustellen.

Die Presse: Bei der Aufhebung der Exkommunikation wurde ja oft der Papst mit dem Bild des Vaters verglichen, der auf den verlorenen Sohn zueilt, der reumütig umgekehrt ist. Gab es so einen Umkehrschritt, oder würden Sie sich gar nicht als reumütige verlorene Söhne betrachten?

Fellay: Ja, deshalb gibt es ja auch nicht mehr in diese Richtung. Aber es gibt doch eine Öffnung unsererseits. Wir haben um diese Gespräche gebeten, und diese Bitte wurde angenommen. Wir bedauern, dass gewisse Kreise versuchen, das zu torpedieren, durch diese Verhetzung jetzt.

Die Presse: Warum haben Sie nicht die Priesterweihen anderswo angesetzt? Die scharfe Reaktion der deutschen Bischöfe war ja vorauszusehen.

Fellay: An diesem Punkt sieht man, dass es bösen Willen gibt. Wir können tun, was wir wollen, wir sind sowieso das schwarze Schaf. Das ist mein Eindruck. An einem gewissen Punkt sagen wir, jetzt gehen wir nicht mehr weiter zurück. Das müssen Sie verstehen.

Die Presse: Sie erkennen also keinerlei Desavouierung des Papstes in Ihren Handlungen?

Fellay: Das wäre eine falsche Interpretation der Tat. Das ist kein feindlicher Akt. Ich habe dem Papst geschrieben und ihn gebeten, er soll diese Weihen so betrachten: nicht als Rebellion, sondern als ein Überlebenspfad in schwierigen und komplexen Umständen.

Die Presse: Wie immer Sie die Weihen interpretieren möchten, der Papst kommt dadurch doch jedenfalls in eine unangenehme Situation.

Fellay: Ich verstehe das wohl. Diese Lage ist sehr unangenehm für alle. Noch einmal: Dieses Problem kommt von den verschiedenen Strömungen in der Kirche, die einander kaum ertragen können. Dieses Problem kann letzten Endes nur vom Papst gelöst werden. Aber ich bin mir nicht einmal sicher, ob es überhaupt gelöst werden kann.

Die Presse: Was macht Bischof Williamson jetzt?

Fellay: Er ist in London. Er betet, er studiert, nichts anderes.

Die Presse: Gibt es ein absehbares Ende dieses inneren Exils?

Fellay: Ich sehe keines. Das Ganze hängt von ihm ab.

Die Presse: Da müsste es von ihm wohl eine stärkere Distanzierung von seiner Holocaust-Leugnung geben.

Fellay: Würden solche Äußerungen wiederkehren, dann wäre das unerträglich

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Ecône, 28.3.2009

Subdiakonatsweihen

Subdiakonatsweihen am 28.3.2009 in Ecône

Die Subdiakonatsweihen fanden heuer gemeinsam im Priesterseminar in Ecône/Schweiz statt. Drei unserer Weihekandidaten reisten deshalb nach Ecône, um die erste der höheren Weihen zu empfangen.

Subdiakonatsweihen in Ecône - unsere drei Weihekandidaten sehen Sie rechts auf dem Foto.

Zaitzkofen, 2.2.2009

Einkleidung und Tonsur

Am Lichtmesstag, den 2. Feb. 2009, erhielten sieben Seminaristen aus der Hand des Bischofs das klerikale Kleid.

S.E. Mgr. Bernard Fellay spendete außerdem zwei Seminaristen die Tonsur, die erste der niederen Weihen. Gleichzeitig wurden sie als neue Mitglieder in die Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgenommen.

Einkleidung der sieben neuen Seminaristen am Lichtmesstag 2009.
Erteilung der Tonsur am Lichtmesstag 2009.

12.02.2009, 08:21 MEZ

Aus der Bruderschaft: Unglück in Ecône

Im Wallis sind gestern, am Lourdestag, mehrere Seminaristen von Ecône von einer Lawine verschüttet worden. Drei wurden tot geborgen, ein anderer schwer verletzt.

Wir bitten um das Gebet! R.i.P.

Quelle: Neue Züricher Zeitung

Hektische Suche nach Vermissten
Grosseinsatz mit Helikoptern, Hunden und Taucher nach Lawine im Wallis

(ap) Ein Lawinenabgang in den Cleuson-Stausee im Wallis hat am Mittwoch vermutlich drei Todesopfer gefordert. Vorerst konnte nur eine Leiche geborgen werden. Die Suche nach zwei Vermissten wurde am frühen Abend abgebrochen. Eine Person überlebte leicht verletzt. Bei den Verunglückten handelt es sich um französische Staatsangehörige.

Eine Siebnergruppe von Schneeschuhwanderern aus Frankreich wurde am frühen Nachmittag oberhalb der Cleuson-Staumauer in der Skiregion Siviez/Nendaz auf einer Höhe von 2200 Metern von der Lawine überrascht, wie ein Sprecher der Walliser Kantonspolizei auf Anfrage der AP sagte. Vier Mitglieder der Gruppe wurden von den Schneemassen mitgerissen, die in den Stausee stürzten. Ihre drei Kollegen schlugen um 13.20 Uhr Alarm.

Bei einer gross angelegten Suchaktion am späten Nachmittag wurden drei Helikopter, Berg- und Hundeführer sowie ein Taucher eingesetzt. Bei Einbruch der Dämmerung wurde die Suche aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Die Überlebenschancen der beiden noch Vermissten wurden als gering eingeschätzt.

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Harare, 17. Dezember 2008

Brief aus Simbabwe

Liebe Freunde und Wohltäter der Mission von Simbabwe!

Erlauben Sie mir, Ihnen in diesen Tagen vor Weihnachten meine herzliche Dankbarkeit auszudrücken für alles, was Sie immer noch für unsere Mission in Simbabwe tun. Obwohl es kaum möglich erschien, hat sich die Lage hier im Land in den letzten Monaten noch beträchtlich verschlimmert. Die Choleraepidemie hat das ganze Land erfasst, die Regierung findet keine Lösung, um die Krise zu überwinden (oder besser gesagt, will keine Lösung finden), die Menschen sterben zu Tausenden vor Hunger. Einer unserer Gläubigen begab sich zu einem Besuch zu seinen Eltern und erzählte mir dann, dass er gezwungen war, wilde Früchte zu suchen, um ihr Leben zu retten! Es ist sehr schwierig, Mais aufzutreiben, doch dank Ihrer Großherzigkeit sind immer wieder Lebensmittelpakete und jetzt auch wieder ein LKW von Südafrika angekommen, so dass meine Gläubigen davor verschont bleiben, Weihnachten mit leerem Magen feiern zu müssen.

Trotz der Krise kommen die Seelen Gott näher: Wir hatten die Freude, im vergangenen November 95 Erwachsene und Kinder zu taufen! Wie ist der liebe Gott doch gut! (Que le bon Dieu est bon !)
Ich segne Sie alle und wünsche Ihnen ein gnadenreiches und frohes Weihnachtsfest. (Wenn Sie noch etwas Geld übrig haben, würden Sie unserem Land mit Freude erlauben, weiter zu überleben!)
Übrigens müssen wir im Januar einen Generator anschaffen – er kommt auf 9.000 Euro zu stehen – um die großen Probleme mit der Elektrizität und dem Wasser einigermaßen in Griff zu bekommen.

Durch Maria zu Jesus! „O Jesus, der du in Maria lebst, komme und lebe auch in mir.“

Ihr P. Pascal Gendron

Simbabwe - Pater Gendron bei der hl. Messe

Bericht Laber-Zeitung, 2. Jan. 2009

Ein starker Exerzitienkurs: 52 Männer auf Gottsuche

Exerzitien für 23 Männer in Lauterbach und 29 in Zaitzkofen - Die Schweizer Patres Udressy und Berthod predigten ignatianische Exerzitien

Zaitzkofen. (sb) Das ganze Jahr über bieten die Patres der Priesterbruderschaft St. Pius X. Exerzitien für alle Altersgruppen der Männer und Frauen an. Diese ignatianischen Einkehrtage erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie werden in den Häusern der Priesterbruderschaft in Österreich, der Schweiz und im internationalen Priesterseminar Herz-Jesu in Zaitzkofen insbesondere während der Ferientage abgehalten. Beim letzten Wochenkurs zur Jahreswende vom 26. bis 31. Dezember fanden sich von den 52 angemeldeten Männern zwischen 19 und 68 Jahren im Seminar in Zaitzkofen 29 Exerzitanten ein; 23 sind in Lauterbach im Schwarzwald eingetroffen.

Sie verzichteten bewusst auf ihr behagliches Heim und die alltäglichen Annehmlichkeiten, um die Spur ihres Schöpfers aufzusuchen und Ihm näher zu kommen. So resümiert ein 37jähriger Teilnehmer aus Köln, dass die Exerzitien nach dem hl. Ignatius für ihn eine Wohltat seien, die das Feuer des Glaubens wieder neu entfachten und ihm Kraft und Mut für den Alltag geben.- Ein anderer Teilnehmer aus Frankfurt, der schon öfter an der Reizüberflutung dieser Zeit zu verzweifeln drohte, zeigte sich dankbar für die gnadenvolle Zeit, die ihm auf seinem nicht immer einfachen Weg zu seinem Herrn Jesus Christus Lichtblick und Wegweiser sei. "Die Patres vermittelten den Inhalt ihrer Exerzitien sehr lebhaft und glaubwürdig und behielten auch bei heiklen Themen eine nachahmenswürdige christliche Gelassenheit. Durch diese beiden demütigen "Menschenfischer" entfachte der Hl. Geist in mir ein Herz, das kurz davor war, zu versteinern!" beteuerte er.- Ein älterer Teilnehmer aus Österreich, der bereits 25 Jahre diese Exerzitien miterlebt, meinte schließlich: "Jedes Jahr erlebe ich diese Exerzitien als den Höhepunkt des Jahres, ohne den ich nicht mehr leben kann."

Die Einkehrtage im Geist des Hl. Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens und Patron der Exerzitien, predigten die beiden französischsprachigen Schweizer Patres Firmin Udressy und Francois Berthod von der Priesterbruderschaft St. Pius X. In der Abschlussfeier am Sylvestertag bat Pater Udressy die Exerzitanten, weiter Kontakt zu den Priestern zu halten, wieder zurückzukommen und als Apostel mit Maria, der Gottesmutter, in ihrem Herzen das Feuer der Liebe zu Gott auch in anderen Menschen zu entfachen.

Pater Udressy verabschiedet die 29 Teilnehmer in einer Schlussandacht in der Schlosskapelle und erteilt ihnen den Segen auf ihrem weiteren Lebensweg (Foto:sb)
29 Männer auf Gottsuche mit den beiden Patres Udressy und Berthod (Foto:sb)

Bericht Laber-Zeitung, 11. Dez. 2008

„Sieg der Güte Gottes"

Patrozinium mit Bischof Fellay festlich begangen

Zaitzkofen. (sb) Die „Immaculata-Kapelle" war am Tag der Unbefleckten Empfängnis der geweihte Ort, an dem sich die gesamte Seminargemeinschaft mit ihrem Generaloberen, S.E. Bischof Fellay, versammelten, um die Mutter Gottes als Leitbild der Priester zu verehren, zwei neue Seminaristen nach ihrem Spiritualitätsjahr in die von Erzbischof Marcel Lefebvre vor 38 Jahren gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. aufzunehmen und Gelübde abzulegen; zwei Priester legten ihre Treueversprechen auf Lebenszeit ab.

Die Anfänge dieses Festes gingen in der griechisch-byzantinischen Kirche bis ins sechste Jahrhundert zurück. Im Abendland ließen sich seine Spuren in Neapel und in Irland schon im neunten Jahrhundert verfolgen. 1854 wurde das Dogma der Unbefleckten Empfängnis Mariens durch Papst Pius IX. zum gebotenen Feiertag erhoben.

Wenngleich die Römische Kirche den Tag der „Unbefleckten Empfängnis" als Feiertag abgeschafft habe, so erwies der Prediger Maria seine Bewunderung mit dem Gruß der Kirche: „Tota pulchra es, Maria, et macula originalis non est in te!" -„Ganz schön bist du, Maria, und der Makel der Erbsünde ist nicht in dir!"

Monseigneur Lefebvre habe gerade die Muttergottes als Schutzpatronin auserwählt, um damit weithin ein Zeichen für die Priesterbruderschaft zu setzen. Gott habe vor aller Zeit Maria für Jesus als Mutter erwählt. Für diese Aufgabe habe er sie würdig gemacht und die vor der Erbschuld Bewahrte im Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes mit überreicher Gnadenfülle ausgestattet zur Verwirklichung des Heiles.

Bischof Fellay beschwor die Treue der Priesterbruderschaft St. Pius X. zur heiligen Mutter Kirche und ihrem Oberhaupt in der römisch-katholischen Kirche, dem Heiligen Vater, für den seine Priester in der täglichen heiligen Messfeier beteten. Seine Priestergemeinschaft bete um die Aufhebung des Dekrets gegen die Bischöfe der Priesterbruderschaft, die den Triumph der Kirche und das Heil der Seelen herbeisehnen und beten, wofür sie gerne ihr Kreuz wie Maria mit Jesus Christus tragen wollen. So schloss er mit der Feststellung, dass dies ein Tag der Freude und der Danksagung in der Liebe für die Priesterbruderschaft sei, an dem wieder zwei Seminaristen aufgenommen werden und zwei Patres die ewigen Gelübde ablegen werden.

Zwei Seminaristen und zwei Patres legen ihre Treueversprechen ab.

Bericht Laber-Zeitung, 3. Nov. 2008

„Bringe den Seelen das Licht Christi"

Erster Diakon aus Schweden wurde geweiht - Auftrag zum Dienen, Predigen und Taufen

Zaitzkofen. (sb) An Allerheiligen hat S. E. Bischof Richard Williamson dem ersten Subdiakon Sten Sandmark aus Stockholm, wo er als evangelischer Pastor jahrelang die größte Pfarrei Schwedens geführt hatte, die heilige Weihe zum Diakon erteilt. Im Beisein der Seminargemeinschaft mit ihrem Regens, Pater Stefan Frey, dem Distriktoberen, Pater Franz Schmidberger, und mehrerer Gläubiger beauftragte er den Weihekandidaten, mit der Stärke der Treue zum katholischen Glauben durch den Heiligen Geist am Altar zu dienen, zu taufen und zu predigen.

Mit Schultertuch, Albe und Zingulum gekleidet, auf dem linken Arm den Manipel und die Tunizella, das vom Diakon getragene Gewand, in der rechten Hand eine brennende Kerze trat der Weihekandidat vor den Altar und sprach sein „Adsum" - „Ich bin bereit". In seiner Festpredigt stellte der Bischof das Fest Allerheiligen und die Bedeutung der Diakonatsweihe des ersten Weihekandidaten aus Schweden in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Die acht Seligkeiten der Bergpredigt zitierend forderte er vom gläubigen Menschen die gemeinsame tiefe Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen.

Alle Menschen begegnen in ihrem kurzen Leben der Wahrheit und der Existenz Gottes, viele aber gingen ihr aus dem Weg. Williamson beschrieb das Amt des Diakons gemäß dem Pontifikale Romanum: „Diaconum enim oportet ministrare ad altare, baptizare et praedicare" – „Denn der Diakon hat am Altar zu dienen, zu taufen und zu predigen" - und bat den 60-jährigen Sandmark das Evangelium in einer apostolischen Öffnung, wie der hl. Paulus es nannte, in seiner schwedischen Heimat zu verkünden, wenn er im nächsten Jahr zum Priester geweiht werde. Als offiziell beauftragter Künder des Evangeliums Christi möge er ein Bote Gottes für die vielen in der Finsternis der Zeitirrtümer schmachtenden und nach Wahrheit suchenden Menschen sein. 

Die Weihe in der Immaculata-Seminarkapelle erfolgte durch die Handauflegung des Bischofs, wobei er betete: „Empfange den Heiligen Geist zur Stärkung!“ Während der Allerheiligenlitanei legte sich der Weihekandidat zum Zeichen tiefster Verehrung vor die Stufen des Altares, bevor er im Verlauf der Weihezeremonien die Tunika mit den Worten übergezogen bekam: „Mit dem Gewand der Freude und dem Kleide der Fröhlichkeit bekleide dich der Herr“ und Bischof Williamson ihm das Evangelium überreichte mit den Worten: „Empfange die Vollmacht, das Evangelium in der Kirche Gottes zu lesen, sowohl für die Lebenden als auch für die Abgestorbenen!“

Der Weihekandiat kniet vor den Stufen des Altares
Der Weiheakt - die Handauflegung durch den Bischof
Der neugeweihte Diakon aus Schweden mit dem Bischof und seinen Mitbrüdern
Die beiden aus Schweden stammenden Diakone vor dem Herz Jesu Brunnen

Lourdes, 25. - 27.10.2008

Die Pilgerreise nach Lourdes vom 25. bis 27. Okt. 2008

Wie im Wochenbrief 16/2008 angekündigt, machte unser Seminar vom 25. bis 27. Okt. 2008 eine Pilgerreise nach Lourdes. Anlass war das 150 jährige Jubiläum der Erscheinung der Gottesmutter 1858. Die Mutter Gottes erschien dem Sehermädchen Bernadette 18 mal an der Grotte. Der Ort ist seither von vielen Pilgern aus aller Welt besucht worden.
Wie die nachstehenden Bilder zeigen, herrschte herrliches Wetter bei frühlingshaften Temperaturen. Aus aller Welt waren Pilger der Bruderschaft St. Pius X. angereist, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Beim lev. Hochamt am Sonntag, dem Christkönigsfest, nahmen etwa 20 bis 25 Tausend Menschen daran teil.
Die Ausrichtung und Organisation am Pilgerort oblag dem französischen Distrikt der Bruderschaft St. Pius X.

Bericht Laber-Zeitung, 29. Okt. 2008

Weihbischof kommt

Diakonatsweihe im Priesterseminar an Allerheiligen

Zaitzkofen. (sb) Der am Peter- und Paulstag zum Subdiakon geweihte Schwede Sten Sandmark wird am Allerheiligenfesttag um 10 Uhr im Rahmen eines Pontifikalamtes durch Monseigneur Richard Williamson in der Immaculata-Seminarkapelle die Diakonatsweihe empfangen; diese Weihe ist die letzte der Stufen, die zum Priestertum hinaufführen.

Der Weihekandidat war 30 Jahre lang protestantischer Pfarrer der größten Pfarrei in Schweden mit fünf Kaplänen. Er konvertierte im Juli 2006 und trat im Oktober desselben Jahres in das Herz-Jesu Priesterseminar in Zaitzkofen ein. Im Juni 2009 wird der 60-jährige Schwede - so Gott will - im Seminar zum Priester geweiht werden.

Die Diakonatsweihe ist ein Sakrament des Neuen Bundes. Der Diakon erhält vor allem die Vollmacht, dem ihn herab, um das Werk Deines Dienstes in Treue verrichten zu können". Der Weihekandidat übernimmt - wie schon bei der Subdiakonatsweihe - die strenge Verpflichtung zur Teilnahme am Opfer- und Gebetsleben der Kirche durch lebenslängliche Beachtung des Zölibats und das tägliche Breviergebet. Er tritt dadurch in den unveränderlichen Stand der eigentlichen „Diener der Kirche und des Altares" ein. Die feierlichen Zeremonien beginnen im Rahmen eines Pontifikalamtes um 10 Uhr, wozu viele Gläubige erwartet werden.

Subdiakon Sten Sandmark wird an Allerheiligen zum Diakon geweiht.
Weihbischof Richard Williamson kommt nach Zaitzkofen.

Bericht Laber-Zeitung, 17. Okt. 2008

In Gehorsam, Armut und Keuschheit

Sieben neue Seminaristen in Internationales Priesterseminar eingetreten

Zaitzkofen. (sb) Mit Semesterbeginn haben wieder sieben junge Männer ihre Berufung und ihren Weg zu der von Erzbischof Marcel Lefebvre vor 38 Jahren gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. gefunden. Damit sind wieder 23 Studenten im Herz-Jesu Priesterseminar Zaitzkofen, die als Priesterkandidaten Philosophie und Theologie studieren. Weitere drei Schwestern und neun Ordensbrüder leben in Gehorsam, Armut und Keuschheit im Seminar und unterstützen die sechs Professoren und einen Sprachlehrer in ihrer Arbeit und Lehrtätigkeit.

Die Seminaristen selbst durchwandern in der Regel ein Jahr Noviziat, in dem sie die Spiritualität der Priesterbruderschaft erleben sollen. Nach reiflicher Prüfung werden sie dann im Februar des folgenden Jahres eingekleidet, um innerhalb der kommenden sechs Jahre im Studium und durch verschiedene Weihen, die niederen, die Subdiakonats- und Diakonatsweihe zum Priestertum herangeführt zu werden. Die philosophisch-theologischen Studien werden in mindestens zwei Häusern der Priesterbruderschaft absolviert, wie es die Statuten dieser Gesellschaft mit gemeinsamem Leben ohne Gelübde nach Art der Missionsgesellschaft vorschreiben.

Die sieben Neuen, die das Studium aufgenommen haben, baten um Aufnahme in die Priesterbruderschaft St. Pius X. und sind folgender Nationalität: zwei Deutsche, ein Österreicher, drei Polen und ein Kroate. Der Regens des Priesterseminars, Pater Stefan Frey, gibt sich angesichts des Nachwuchses in den sechs Priesterseminaren der Bruderschaft in allen Kontinenten der Erde zuversichtlich und ermutigt, denn die Priesterbruderschaft zählt zurzeit 192 Seminaristen, 90 Ordensbrüder und 200 Ordensschwestern. Er hofft, dass die segensreiche Arbeit in den Prioraten der Großstädte bald weitere erkennbare Früchte tragen wird, um den dringenden Bedarf an Priestern in den jeweiligen Zentren einigermaßen decken zu können. Die Kommunität mit ihrem Regens Pater Stefan Frey und dem Subregens Pater Markus Pfluger sei eine Gemeinschaft, wo sich jeder zu Hause fühlen könne, sowohl die Mitbrüder wie auch die Gäste, für die die Beziehung zu Gott Ziel und Sinn ihres Daseins sei, meint der Regens und lädt die Gläubigen gerne zu Besuch und Gebet ein.

Die sieben neuen Seminaristen mit Regens, Pater Stefan Frey.

Bericht Laber-Zeitung, 30. Sep. 2008

Als Beter zum Segen für die Familie

Bruderpostulant aufgenommen bei Fest der Priesterbruderschaft St. Plus X.

Zaitzkofen. (sb) Zu Semesterbeginn wurde ein Fest für die Brüder und die gesamte Seminargemeinschaft gefeiert. Ein Bruderpostulant aus Deutsch-land wurde eingekleidet und der Bruderpostulant Adalbert aus Polen legte nach einem Spiritualitätsjahr seine ersten Gelübde ab.

Mit brennender Kerze, Soutane und Chorrock auf dem Arm stand Hans-Peter Albinger aus Memmingen bereit und bat im Rahmen eines levitierten Hochamtes um Aufnahme als Bruderpostulant in die Priesterbruderschaft St. Pius X.
Nach dem „Veni Creator" -„Komm, Schöpfer Geist" gab der Subregens des Seminars, Pater Pfluger, seiner Freude Ausdruck, der Bruderschaft und der katholischen Kirche einen neuen Bruderpostulanten schenken zu dürfen. Zuvor aber forderte er vom ihm Mut und Beharrlichkeit in der Nachfolge Christi und bat ihn um die Befolgung der drei Gelübdse: der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams.

Mit der Übernahme der Soutane verzichte er auf erlaubte Dinge wie Besitz, Familie und den freien Willen, und verpflichte sich, dem Herrn zu dienen. Er hätte das Licht und den Fingerzeig Gottes erkannt, der ihn mit Bruder Klaus sprechen lasse: „Gott, nimm alles von mir, was mich hindert auf dem Weg zu Dir! Nimm mich mir und gib mich ganz Dir!"
Pater Pfluger bat den Bruderpostulanten, die Priester durch ihre Arbeit, ihr Gebet und Opfer und durch sein gutes Beispiel zu unterstützen. Als Beter und Büßer ging er seiner Familie nicht verloren, sondern würde zum Segen für Familie, Volk und Kirche werden. Hans-Peter Albinger erhielt den Ordensnamen: Bruder Laurentius Maria und empfing aus den Händen des Priesters das Kreuz als Zeichen der Nachfolge Jesu Christi.

Am darauf folgenden Tag legte Bruder Adalbert aus Polen im Rahmen eines levitierten Hochamts vor seinem Regens, Pater Stefan Frey, seine Gelübde des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit nach den Normen des kanonischen Rechts und den Statuten der Priesterbruderschaft St. Pius X. ab. Alle übrigen anwesenden Brüder erneuerten ihre Gelübde.
Zwei Festtage stellten die Brüder so in den Mittelpunkt, deren Wirken, Arbeiten und Beten für das Leben in der Seminargemeinschaft von eminenter Bedeutung ist.

Hans-Peter Albinger bittet um Aufnahme in das Noviziat.
Bruder Adalbert, der seine Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams abgelegt hat, im Kreis seiner Mitbrüder.
Als Bruder Laurentius Maria wurde Albinger eingekleidet und ist von seinen Mitbrüdern umgeben.