Bericht Laberzeitung, 29. Juni 2010

Für einen Primizsegen

Für einen Primizsegen sollte man ein Paar Schuhsohlen durchgehen, heißt es im Volksmund. In der Tat kamen am Wochenende ein paar Tausend Gläubige nach Zaitzkofen, zwar nicht zu Fuß, sondern mit Bussen, Autos und mit dem Flugzeug aus ganz Europa und Übersee. Drei Neupriester brachten ihr Erstlingsopfer im Priesterseminar dar: P. Aleš Hakl in der Immaculata Seminarkapelle, P. Elias Stolz in der Schlosskapelle St. Anna und P. Sten Sandmark im Schlosspark. Der Primizprediger bezeichnete die Aufgabe der Primizianten als Weitergabe der Freude über die eigene Rettung und die der ihnen anvertrauten Seelen. Sie sollten als Neupriester am Bau des „Hauses Gottes“ mitwirken. Sie mögen auf einem festen Fundament den Altar als die Zentrale errichten, Mauern und Dach darüber ziehen und für den Schmuck und die Zierde Sorge tragen. Im übertragenen Sinne hatte es einst der hl. Augustinus so formuliert: sein Fundament sei der Glaube, die fundierte Errichtung des Hauses sei die Hoffnung und die Vollendung und Zierde dieses Hauses sei die Liebe. (sb)
Die drei Neupriester zelebrierten ihr Erstlingsopfer und erteilten anschließend den Gläubigen den Primizsegen.

Pater Sten Sandmark erteilt den Gläubigen den Primizsegen.
Pater Aleš Hakl erteilt den Gläubigen den Primizsegen.
Pater Elias Stolz erteilt den Gläubigen den Primizsegen.

Bericht Laber-Zeitung, 28. Juni 2010

„Der Priester ist das Werkzeug Gottes"

Viele Gläubige bei Pontifikalamt in Zaitzkofen - Rolle des Priestertums hervorgehoben

Zaitzkofen. (sb) Ein denkwürdiger Tag für das Priesterseminar und viele Gläubige begann mit John Stanleys „Trumpet Voluntary" und „Findley" mit Orgel und Trompete, gespielt von Pater Leonhard Amselgruber und Isolde Treutlein. Bischof Bernard Fellay, der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., zog am Samstag, am Fest der Märtyrerbrüder Johannes und Paulus, segnend durch den Park zum Altarraum vor dem Schloss, um drei Diakone zu Priestern zu weihen. Er wurde begleitet von Weihbischof Tissier de Mallerais, vom Regens des Seminars, Pater Stefan Frey, 65 Priestern, den Brüdern und Seminaristen des Herz-Jesu-Priesterseminars.

Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes wurden Sten Sand­mark, Diözese Stockholm, Aleš Hakl, Diözese Brünn, und Elias Stolz, Diözese Bozen-Brixen, in den Rang des Priestertums erhoben. Insgesamt darf die Priesterbruderschaft St. Pius heuer 28 Priester weihen; zwölf davon in Econe/ Schweiz, acht in Winnesota/USA, drei in La Reja/Argentinien, zwei in Holy Cross/Australien und drei in Zaitzkofen.

Sie wurden von 18 Fahnenabordnungen begleitet, darunter die FFW Zaitzkofen, die wieder den Ordnungsdienst übernommen hatte. Aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweden, Tschechien und der Schweiz kamen Gläubige. In diesen 35. Priesterweihen seit Bestehen des Herz-Jesu-Priesterseminars im Jahr 1978 wurden allein in Zaitzkofen 123 Priester geweiht; 511 Priester wirken derzeit auf sämtlichen Erdteilen mit 150 Prioraten, sechs Seminarien und über 300 Kapellen. Bischof Bernard Fellay sprach in seiner Festpredigt vom Höhepunkt eines Seminarjahres, in dem er die große Freude habe, der Kirche drei neue Priester zu schenken.

Ohne Priester bleibe die Türe des Himmels verschlossen; deshalb bekämen sie vom Hohenpriester die Macht und Kraft Gottes, die Sünden zu vergeben. Damit werde der Priester zum „Werkzeug Gottes", der die Menschen mit Gott versöhnen müsse durch das heilige Sühneopfer.

Als Mittler zwischen Gott und den Menschen sei der Priester Werkzeug in der Hand Gottes, der selbst nichts vermag. An die Weihekandidaten gewandt, sagte der Bischof, der Schlüssel der Fruchtbarkeit ihres Apostolates sei die Liebe zu Gott, die Maßstab ihres Handelns sein müsse. Die Gottesmutter gebe ihnen dazu Tapferkeit, die Gnade des Glaubens, der Treue und die Liebe zum Heiland.

Im Anschluss an seine Predigt mit dem klaren Bekenntnis zum Priestertum, zur katholischen Kirche und zum Heiligen Vater vollzog Bischof Fellay die feierlichen Zeremonien der Priesterweihe, nachdem die drei Weihekandidaten ihrem Erzdiakon Pater Frey ihr „Adsum!" - „Ich bin bereit!" gesprochen hatten. Auf dem linken Arm das zusammengefaltete Messgewand, in der rechten eine brennende Kerze als Symbol ihrer Opfergesinnung, traten die zu Weihenden vor Bischof und Altar. Nach dem Gebet um die Vermehrung der geistlichen Würde streckten sich die Weihekandidaten vor die Stufen des Altares, während von der Schola und den Gläubigen die Allerheiligenlitanei gesungen wurde. Der Bischof legte einem jeden seine Hände auf das Haupt, während tiefes Schweigen herrschte; dasselbe taten die 65 anwesenden Priester.

Nach der Weihepräfation legte Bischof Bernard Fellay den Neupriestern ihr Messgewand an, das die Liebe versinnbildlicht, worauf das „Veni Creator Spiritus!" - „Komm, Schöpfer Geist!" gesungen wurde. Danach salbte er die Hände der Neupriester mit Katechumenenöl. Damit solle alles, was sie segnen, gesegnet sein und alles, was sie weihen, geweiht und geheiligt sein im Namen Jesu Christi. 

Hierauf brachten sie im Verein mit ihrem Bischof zum ersten Mal das heilige Messopfer dar, in dessen Verlauf der Zelebrant den Neupriestern zurief: „Nun werde ich euch nicht mehr meine Diener nennen, sondern meine Freunde, weil ihr alles erkannt habt, was ich in eurer Mitte vollbracht habe." Mit dem Jubellied „Lauda Jerusalem Dominum", dem „Benedictus, qui venit", dem „Te Deum" und dem Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet" endete die mehrstündige Zeremonie, die mit der Pontifikalvesper am Nachmittag ihren Abschluss fand.

Bericht Laber-Zeitung 25. Juni 2010

Ein denkwürdiger Tag

Drei Diakone der Pius-Bruderschaft werden am Samstag zu Priestern geweiht

Zaitzkofen. Die 35. Priesterweihen im Herz-Jesu-Priesterseminar Zaitzkofen finden am Samstag, 26. Juni, um 9 Uhr im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes im Schlosspark vor der Kulisse des 285 Jahre alten Schlosses statt. Bischof Bernard Fellay wird drei Diakone zu Priestern weihen. Dabei werden die Weihekandidaten zum Abschluss der sechsjährigen Vorbereitung vor Altar und Bischof treten und ihr „Adsum!" (Ich bin bereit!) sprechen.

Viele Gläubige der traditionsreichen, katholischen Kirche aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Schweden, Holland und Polen haben sich angesagt, um diesen denkwürdigen, gnadenreichen Tag mitzufeiern.

Mit der Spendung der Priesterweihe in Zaitzkofen will die internationale Priesterbruderschaft St. Pius X. nach den Worten ihres Regens Pater Stefan Frey zum einen die geistige und geistliche Bedeutung des Hauses in der deutschsprachigen „Familie der Tradition" in Abgrenzung zur modernistischen und liberal-katholischen Denkart zum Ausdruck bringen und zum anderen die Freude des Seminars mit den Gläubigen, dem katholischen Volk, teilen im Wissen um die Bedeutung des katholischen Priestertums für die Erneuerung der Kirche und der Gesellschaft durch Christus.

27 Priester werden in der Priesterbruderschaft St. Pius X. in den sechs Seminaren in diesem Jahr weltweit wieder geweiht, drei davon am Samstag in Schloss Zaitzkofen.

Sten Sandmark. Der am 12. August 1947 in Kiruna, Nordschweden, geborene studierte nach dem Abitur an der Königlichen Universität in Upsala und erhielt 1974 das theologische Diplom. 31 Jahre arbeitete er als Pastor in der lutherischen Staatskirche in der größten Pfarrei in Schweden mit fünf Kaplänen. Er konvertierte im Juli 2006 und trat im Oktober des selben Jahres in das Herz-Jesu-Priesterseminar in Zaitzkofen ein. Seine feierliche Primiz wird er am 15. August in der Kirche Saint Nicolas-de-Chardonnet in Paris, Frankreich, feiern.

Aleš Hakl ist 1973 in Brunn (Brno, Mähren) in der damaligen Tschechoslowakei geboren und legte 1991 im Staatsgymnasium Lerchowa in Brünn sein Abitur ab. Zunächst studierte er Jura an der Brünner Universität und erlangte den Magistertitel. Gleichzeitig widmete er sich dem Studium der Politikwissenschaften und arbeitete sodann ein Jahr als Berufsschullehrer und fünf Jahre als Jurist in Anwaltbüros und am Brünner Militärbauverwaltungsamt. Während seines Hochschulstudiums bekehrte er sich endgültig zum Glauben und empfing aus den Händen seines Bischofs 1997 die Taufe und die Firmung. Er trat im Oktober 2004 in das Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen ein. Seine Heimatprimiz findet am 3. Juli in der Kapelle „Maria, Königin des hl. Rosenkranzes" in Brünn, Tschechien, statt.

Elias Stolz wurde am 30. Mai 1982 in Bozen, Italien, als zweites von zehn Kindern geboren. 1997 begann er das Trompetenstudium am staatlichen Konservatorium in Trient und absolvierte zugleich die Oberschule in Brixen. Er setzte seine Musikstudien 2001 an der Hochschule und am Theater in München und am. Konseravtorium in Amsterdam fort und arbeitete als Musiklehrer in Brixen und Klobenstein, um ab 2003 in Köln und Bonn musikalisch tätig zu sein. Im Herbst 2004 trat er in das Herz-Jesu-Priesterseminar in Zaitzkofen ein. Seine feierliche Heimatprimiz wird er am Sonntag, 4. Juli, um 10.30 Uhr in der Prioratskirche Madonna di Loreto in Rimini feiern. Die drei Neupriester werden im Anschluss an das Pontifikalamt allen Gläubigen den Primizsegen erteilen. (sb)

Bericht Laber-Zeitung 5. Juni 2010

Seminaristen legen Blumenteppiche

Trotz regnerischer Witterung wurde im internationalen Herz-Jesu Priesterseminar von Zaitzkofen das Fronleichnamsfest in feierlicher Weise begangen. Die Predigt von Pater Amselgruber stellte den „Tag der Menschwerdung des Gottessohnes" dar, dessen heiliges Gastmahl Thomas von Aquin in der Antiphon als Unterpfand der künftigen Herrlichkeit im Gedächtnis des Leidens Christi darstellte. In mühevoller Kleinarbeit hatten die Seminaristen, von Laien unterstützt, die vier Altäre errichtet und wunderschöne Blumenteppiche gelegt. So konnte die feierliche Prozession mit Klerus und mehreren hundert Teilnehmern, Männern, Blumen streuenden Kindern, dem Allerheiligsten, einer Blaskapelle, den Schwestern und Frauen am Park vorbei durch die Ortschaft und die Laberauen zur Seminarkapelle zurückführen. Dabei war der erste Altar der Muttergottes von Fatima geweiht, der zweite dem göttlichen Herzen Jesu gewidmet, während der dritte dem heiligen Josef und der vierte dem Ordenspatron, dem heiligen Papst Pius X. geweiht war. (sb)

Bericht Laber-Zeitung 3. Juni 2010

Drei Diakone geweiht

Kürzlich erteilte Bischof Bernard Fellay, der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., den drei Subdiakonen Andreas Jeindl, Erzdiözese Wien, Markus Ignatius Pfluger, Diözese Basel, und Dawied Wierzycki, Diözese Krakau, im Priesterseminar St. Pius X. in Zaitzkofen die Weihe zu Diakonen. Im Beisein der Seminargemeinschaft mit ihrem Regens Pater Stefan Frey und mehrerer Gläubiger beauftragte er die Weihekandidaten mit der Stärke der Treue zum katholischen Glauben durch den Heiligen Geist am Altar zu dienen, zu taufen und zu predigen. In seiner Predigt stellte der Bischof die Bedeutung der Diakonatsweihe, mit der die Kirche unmittelbar den Heiligen Geist verbinde, als die letzte der Stufen heraus, die zur Würde des Priestertums hinaufführen. (sb)

Zaitzkofen, 1. April 2010

Ölweihmesse

In einem feierlichen Pontifikalamt wurden am Gründonnerstag, den 1. April, die hl. Öle geweiht.

Ölweihmesse mit S.E. Mgr. Alfonso de Galarreta.
Die Weihe der hl. Öle.

Bericht Laber-Zeitung 23. März 2010

„Habt Ehrfurcht vor Gottes Größe“

Drei Seminaristen empfingen von Bischof Fellay die Subdiakonatsweihe

Zaitzkofen. (sb) Schweigend zogen am Samstag vor dem Passionssonntag drei junge Seminaristen als Weihekandidaten zum Subdiakonat in großem Geleit ihrer Mitseminaristen und Patres, des Regens des Seminars, Pater Stefan Frey, und des Generaloberen Bischof Bernard Fellay in die Seminarkapelle „Zur Unbefleckten Empfängnis" im internationalen Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen ein. Im Verkauf des Weihetages wurden Andreas Jeindl, Erzdiözese Wien, Markus Ignatius Pfluger, Diözese Basel, und Dawid Wierzycki, Diözese Krakau, zu Subdiakonen geweiht.

Durch die Subdiakonatsweihe erhält der Empfänger das Recht, an der Seite des Diakons an der Feier der heiligen Messe mitzuwirken. Der Subdiakon übernimmt die strenge Verpflichtung zur Teilnahme an dem Opfer- und Gebetsleben der Kirche durch lebenslange Beachtung des Zölibats, der Ehelosigkeit, und das tägliche Breviergebet. Er tritt dadurch in den Stand der eigentlichen „Diener der Kirche und des Altares" ein.

Die Hauptverrichtungen des Subdiakons sind in der jetzigen Praxis der Kirche der Dienst am Altar und die Lesung der Epistel bei levitierten Hochämtern. Dementsprechend werden ihm bei der Weihe ein Kelch mit Patene und das Epistelbuch sowie andere, bei der Feier des Messopfers gebrauchte Geräte zur Berührung dargereicht.

Bischof Fellay stellte den drei Weihekandidaten ihre freie Wahl dieses unabänderlichen Weges vor Augen, der eine definitive Entscheidung verlange und als „Antwort auf die derzeitigen schmutzigen Greueltaten innerhalb der Kirche" verstanden werden müssten. Die Bedingung ihres entscheidenden Schrittes zum Altar sei die Annahme der Keuschheit und Reinheit, die sie zum Priester werden lassen. Sie mögen sich in Ehrfurcht der vollkommenen Größe Gottes hingeben und als Vorbild für alle Gläubigen Zeugnis ablegen zum Heil der ihnen anvertrauten Seelen.

Im Anschluss daran vollzog der Bischof die feierlichen Weihezeremonien, in deren Verlauf sich die zu Weihenden während der Allerheiligenlitanei zum Zeichen tiefster Demut auf ihr Angesicht vor den Altar legten und der Zelebrant ihnen anschließend die Tunika mit den Worten anlegte: „Mit dem Gewand der Freude und mit dem Kleid der Fröhlichkeit bekleide dich der Herr!"

Die drei Weihekandidaten sprechen ihr „Adsum": „Ich bin bereit".
Bischof Fellay bei seiner Festpredigt.
Die Weihekandidaten während der Allerheiligenlitanei.
Die drei neuen Subdiakone nach der Weihezeremonie.

Zaitzkofen, 14. März 2010

Missionsvortrag von Pater Couture

Am Sonntag, den 14. März 2010, war Pater Daniel Couture, Distriktoberer von Asien der Bruderschaft St. Pius X., zu Besuch in unserem Seminar. Nach dem Hochamt und anschließendem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Röhrl, Pfakofen, hielt er vor der Seminargemeinschaft und zahlreichen Gläubigen einen interessanten Vortrag über die Missionstätigkeit unserer Bruderschaft in Asien. Die zahlreichen Fotos und Daten gaben den Zuhörern einen tiefen Einblick in die umfangreiche Tätigtigkeit in dem riesigen Distrikt. Die großen Entfernungen sind fast allesamt nur mit dem Flugzeug zu bewältigen. Viele Menschen sind sehr arm und medizinisch unterversorgt. So organisiert die Bruderschaft oft zusammen mit freiwilligen Helfern, Ärzten und Krankenschwestern auch eine Aktion zur medizinischen Betreuung der Bevölkerung.

Missionsvortrag von Pater Daniel Couture, Distrikt Asien.

Zaitzkofen, 14. Feb. 2010

Bau einer Iglu-Kapelle im Schlosspark

Eigenbericht
Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen des Wintersemesters gingen eifrige Seminaristen alsbald daran, zum Dank dafür eine Kapelle zu errichten.
Was lag näher, als das brach liegende, reichlich verhandene Baumaterial zu verwenden, konnte doch dadurch die Bauzeit beträchtlich verkürzt werden. Auch bedurfte es keines speziellen Fundamentes, da der gefrorene Boden genügend Stabilität bot.
Schnell wurden mit einer Form große Schneeblöcke hergestellt und übereinander geschichtet. Ein Kreuz über der Kuppel wurde angebracht und ein prächtiges Portal sollte das neue Bauwerk zieren.
Danach begannen die Bauleute den Innenraum mit einem Altar und Votivtafeln auszustatten. Eine Inschrift zeugt von den Hindernissen, die während der Bauzeit eintraten und die es zu überwinden galt.
Da dem Bauwerk leider keine lange Beständigkeit beschieden sein dürfte, wollen wir es zumindest in Bildern dokumentieren und so der Nachwelt erhalten.

Die von Seminaristen entworfene und gebaute Kapelle.
Der Altar mit Kerzen und Votivtafeln geschmückt.
Die neue Kapelle vor dem Schloss Zaitzkofen.
Die kunstvoll entworfene Inschrift erinnert an die Geschehnisse während der Bauzeit.

Bericht Laber-Zeitung 5. Feb. 2010

"Soutane erleichtert Apostolat"

Pontifikalamt am Lichtmesstag mit Lichterprozession

Zaitzkofen. (sb) Am Lichtmesstag feierte die Seminargemeinschaft von Zaitzkofen die Einkleidung von drei Seminaristen, die Tonsur für sechs und die Niederen Weihen von vier Seminaristen zu Ostiariern, Lektoren, Exorzisten und Akolythen. Neun Seminaristen wurden im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamts von Bischof Bernard Tissier de Mallerais durch Einkleidung und Tonsur in den Stand der Kleriker der Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgenommen.
Am Lichtmesstag traten nach Kerzenweihe und Lichterprozession drei junge Männer an den Altar, um ihrem Bischof Glaubenstreue, Gehorsam und Reinheit an Leib und Seele zu geloben. Sie erhielten von ihm die Soutane, das Gewand des Klerikers, und das Kreuz der Nachfolge Christi.
Beim Pontifikalgottesdienst wertete Bischof de Mallerais die Soutane als stille Predigt, als Glaubensakt, als Glaubensbekenntnis und als Schätzung des Nächsten. So sei das Kleid des Klerikers nicht Hindernis, sondern Hilfe und erleichtere das Apostolat des Klerikers. Ehrfurcht und Achtung werde den künftigen Priestern, welche die Soutane tragen, entgegengebracht.
Mit der Erteilung der Tonsur, in der der Bischof Haarbüschel in Kreuzesform herausschneidet, verzichten die Kandidaten auf diese Welt und treten als „Kleriker", das heißt „von der Welt Abgeschiedene", in den besonderen Dienst Gottes und der Kirche ein.
Der Regens des Seminars, Pater Stefan Frey, rief sodann die Weihekandidaten einzeln bei ihrem Namen, die daraufhin ihr „Adsum!" sprachen und vor den Altar traten, um diese Weihen zu empfangen. Auf Lichtmess hinweisend forderte der Prediger von den Weihekandidaten zu beten um die Gnaden der Treue, des apostolischen Eifers, der Demut, Einfachheit und der Würde, wie die Gottesmutter Maria es ihnen vorlebte, um selbst „Licht zur Erleuchtung der Heiden" werden zu können.

Die Weihekandidaten für die Niederen Weihen.
Die Weihekandidaten zu Ostiariern und Lektoren.
Die Weihekandidaten zu Exorzisten und Akolythen.
Die Neugeweihten mit dem Weihbischof und der Seminargemeinschaft.
S.E. Weihbischof Tissier de Mallerais bei seiner Festpredigt an Maria Lichtmess.
Die Kandidaten für die Einkleidung mit ihrer Soutane über dem Arm.
Mit dem Chorrock am Arm und der Kerze in der Hand bitten sechs Seminaristen um ihre Aufnahme in den Klerikerstand. (sb)
Die neuen Kleriker vor dem Herz Jesu Brunnen des Seminars.

Zaitzkofen, 25. Dez 2009

Weihnachten 2009

Pontifikalamt mit S.E. Weihbischof Bernhard Fellay.
Weihbischof Bernhard Fellay bei der Festpredigt am 1. Weihnachtstag.
Das Weihnachtskonzert im Schloss nach dem Pontifikalamt.
Ein Choralgesang von den Seminaristen vorgetragen.

Zaitzkofen, 24. Dez 2009

Diakonatsweihe am Hl. Abend

Diakonatsweihe am Hl. Abend durch S.E. Weihbischof Bernhard Fellay.
Der Weihekandidat liegt während der Allerheiligenlitanei an den Stufen des Altars.
Der Weiheakt durch Handauflegung.
Der neugeweihte Diakon inmitten der Seminargemeinschaft.

Bericht Laber-Zeitung 30. Nov. 2009

Triumphaler Empfang der Pilgermadonna

Eine Woche lang marianische Mission im Priesterseminar für alle Gläubigen

Zaitzkofen. (sb) Mit einem triumphalen Empfang wurde am vergangenen Samstagabend die Pilgermadonna Unserer Lieben Frau von Fatima am Ortseingang von Zaitzkofen eingeholt. In feierlicher Lichterprozession, angeführt vom Kreuz mit den Seminaristen und Professoren, dem Regens Pater Stefan Frey, zwei Diakonen und einem Subdiakon, den Ordensschwestern, der Blaskapelle Toni Schmid und etwa 100 gläubigen Marienverehrern wurde betend und singend die Gottesmutter zum Seminar getragen, wo sie auf Blumen gesäumtem roten Teppich zur Seminarkirche gebracht wurde, wo die himmlische Pilgerin die erste Adventswoche lang verweilen wird.

Mit Fahnenabordnungen der Seminarfahne vom Herzen Jesu, der Immaculata-Fahne und der örtlichen Feuerwehrfahne wurde der hohe Gast, der zurzeit durch ganz Deutschland gebracht wird, begrüßt mit dem Wallfahrtslied "Wir ziehen zur Mutter der Gnade", dem "Gegrüßet seist du, Königin", dem "Fatima-Lied" und dem Loblied der "Rosenkranzkönigin". Dem Empfang folgte ein feierliches levitiertes Hochamt mit anschließender Sakramentsandacht und die nächtliche Anbetung bis Sonntag früh zur hl. Messe um 8 Uhr.

In seiner Festpredigt brachte der Regens des Seminars, Pater Stefan Frey, zunächst seine Freude und sein Glück über die Anwesenheit der "Milden Königin der Welt" zum Ausdruck und kündigte an, dass nun täglich in der Seminarkirche marianische Andachten und Predigten gehalten werden. Er lud alle Marienverehrer aus der gesamten Umgebung herzlich ein, zur Audienz der himmlischen Pilgerin zu kommen, um sie zu ehren, zu ihr zu beten und vertrauensvoll ihre Hilfe und ihren Schutz anzurufen. Die Reisen der Pilgermadonna seien seit früheren Jahrzehnten schon immer von außerordentlichem Segen begleitet gewesen. "Es ist wirklich die himmlische Mutter, die ihre Kinder besucht, erbarmungsvoll deren Rufe hört, stets Hilfe und Trost, Heilung und Kraft spendet, keines ihrer Kinder hat sie je vergessen", beteuerte der Regens.

Seit dem 13. Mai 1947 nach Kriegsnot und geistiger Not bringt sie die Botschaft des Heils in verschwenderischer Liebe zu Gläubigen, Muslimen, Andersgläubigen und Ungläubigen als Mittlerin aller Gnaden. Als mächtige, jedoch milde Königin der Welt will sie die Herzen der Menschen befreien und sie zu Gott führen. So sprach Papst Pius XII. anlässlich der Weltpilgerschaft Mariens durch zahlreiche Länder mit Begeisterung: "In Amerika wie in Europa, in Afrika wie in Indien, in Indonesien und Australien regnete es bei ihrem Durchgang Segen vom Himmel, vervielfältigten sich ihre Gnadenwunder in einem solchen Maß, dass wir kaum glauben können, was unsere Augen gesehen." Der Prediger berichtete von zahlreichen wundersamen Beispielen der Gnadenerweisung durch die Mittlerin aller Gnaden bei Gott und wünschte allen Menschen den inneren und äußeren Frieden in den Familien, der Gesellschaft und den Völkern.

In der Gottesdienstordnung ist jeden Tag der marianischen Woche um 17.45 Uhr eine hl. Messe angesetzt und anschließend um 18.30 Uhr jeweils eine Ansprache mit den Themen "Die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens" (Mo.), und "Maria fordert Sühne" (Di.), sowie "Die Vorzüge Mariens" (Mi.) oder "Die Verehrung des Unbefleckten Herzens" (Do.) und "Maria die Siegerin" (Fr.). Am Samstag, 5. Dez., wird nach dem Rorateamt mit Predigt um 7.15 Uhr das Taufgelübde erneuert und nach einer Sakramentsandacht mit Weihe an das Herz Mariens die Wandermadonna verabschiedet.

Aufstellung zur Prozession.
Prozession zu U.L. Frau von Fatima am Ortseingang von Zaitzkofen.
Begrüßung der Pilgermadonna am Ortseingang.
Abholung der Pilgermadonna und feierliche Prozession zur Seminarkirche.
Feierliche Prozession zur Seminarkirche.
U. L. Frau von Fatima in der Seminarkapelle.

Bericht Laber-Zeitung 25.11.2009

In Gehorsam, Armut und Keuschheit

Fünf Seminaristen und ein Bruderpostulant sind neu im Priesterseminar

Zaitzkofen. (sb) Mit Semesterbeginn sind wieder sechs junge Männer in das Herz Jesu Priesterseminar Zaitzkofen der von Erzbischof Marcel Lefebvre vor 39 Jahren gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. als Priester-kandidaten bzw. Ordensbruder eingetreten. Weitere drei Ordensschwestern und zehn Ordensbrüder leben in Gehorsam, Armut und Keuschheit im Seminar und unterstützen die Professoren und Sprachlehrer in ihrer Arbeit und Lehrtätigkeit.

Die Seminaristen selbst durchwandern in der Regel ein Jahr Noviziat, in dem sie die Spiritualität der Priesterbruderschaft erleben sollen. Nach reiflicher Prüfung werden sie dann im Februar nächsten Jahres eingekleidet, um innerhalb der kommenden sechs Jahre im Studium der Philosophie und Theologie und durch verschiedene Weihen, die niederen, die Subdiakonats- und Diakonatsweihe zum Priestertum herangeführt zu werden.
Die philosophisch-theologischen Studien werden in mindestens zwei Häusern der Priesterbruderschaft absolviert, wie es die Statuten dieser Gesellschaft mit gemeinsamem Leben ohne Gelübde nach Art der Missionsgesellschaft vorschreiben. Die fünf neuen, die das Studium aufgenommen haben, und der Bruderpostulant baten um Aufnahme in die Priesterbruderschaft St. Pius X. und sind folgender Nationalität:
ein Deutscher, Diözese München, ein Österreicher, Diözese Innsbruck, zwei Polen, Diözesen Przemysl und Wielkopolski, ein Schweizer, Diözese St. Gallen, und ein Kanadier aus der Diözese Ottawa.
Der Regens des Priesterseminars, Pater Stefan Frey, gibt sich angesichts des Nachwuchses in den sechs Priesterseminaren der Bruderschaft in allen Kontinenten der Erde zuversichtlich und ermutigt. Er hofft, dass die Arbeit in den Prioraten der Großstädte bald weitere erkennbare Früchte tragen werde, um den Bedarf an Priestern einigermaßen decken zu können.
Die Kommunität mit Regens P. Stefan Frey und Subregens Pater. Markus Pfluger sei eine Gemeinschaft, wo sich jeder zu Hause fühlen könne, sowohl die Mitbrüder wie auch die Gäste, für die die Beziehung zu Gott Ziel und Sinn ihres Daseins sei.

Die fünf neuen Seminaristen und der Bruderpostulant mit Regens Pater Stefan Frey.

Zaitzkofen, 18.10.2009

Feier des Patronatsfestes St. Pius X.

Jedes Jahr feiert das Priesterseminar Herz Jesu das Patronatsfest der Bruderschaft St. Pius X. Kurz nach Beginn des neuen Studienjahres, nachdem auch die neuen Seminaristen angekommen sind, wird das Fest nachgefeiert, denn der eigentliche Gedenktag unseres verehrten Patrons ist der 3. September.

In einem feierlichen lev. Hochamt beleuchtete Pater Peter Kasteleiner in seiner Predigt die verschiedenen Stationen des Lebens unseres Patrons: als Schüler, Seminarist, Kaplan, Pfarrer, Bischof und Papst - seine besonderen Tugenden, seinen Eifer, seinen Hirtengeist und seine Tatkraft alles in Christus zu erneuern; den Glauben und die Herde zu schützen vor dem Modernismus, den er klar entlarvte in seiner Enzyklika Pascendi.

Levitiertes Hochamt zum Patronatsfest St. Pius X. am 18. Okt. 2009.

Zaitzkofen, 29.9.2009

Brüderfest am St. Michaelstag

In einem feierlichen Hochamt erneuten die Brüder ihre Gelübde des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit. Regens Pater Stefan Frey ging in seiner Festpredigt auf die besondere Berufung zum Ordensbruder ein. Es ist die erhabene und anspruchsvolle Aufgabe eines Bruders sich zu heiligen. Zwar sollen alle Menschen nach Heiligkeit streben, doch der Bruder soll es von Berufs wegen tun.

Gelübdeerneuerung der Professbrüder vor dem Allerheiligsten.
Die Brüder im Kreis der Seminargemeinschaft.