Laberzeitung 2.7.2012

Piusbrüder weihen zwei neue Priester

Bischof de Galarreta hob Bedeutung des Priestertums in der heutigen Zeit hervor

Zaitzkofen. (sb) Rund 1.800 Gläubige wollten am gestrigen Sonntag an den 38. Priesterweihen des Herz-Jesu Priesterseminars in Zaitzkofen teilhaben. Bischof AIfonso de Galarreta von der Priesterbruderschaft St. Pius X. weihte zwei Diakone zu Priestern, den 47-jährigen Franz Amberger aus Roding und den 34-jährigen Ludek Cekavy aus Komotau, Tschechien, am Altar vor dem altehrwürdigen Schloss. Insgesamt weiht die erzkonservative Priesterbruderschaft nach eigenen Angaben heuer 20 Priester, zwei davon in Zaitzkofen.

Sie wurden von 21 Fahnenabordnungen begleitet, darunter die Feuerwehr Zaitzkofen, die wiederum den Ordnungsdienst übernommen hatte. Bischof de Galarreta sprach in seiner Predigt vom Höhepunkt eines Seminarjahres, in dem er die große Freude habe, der Kirche Gottes und der Welt zwei neue Priester schenken zu dürfen.

Gemäß dem Willen ihres Gründers Erzbischof Marcel Lefebvre sei der Priester Mittler zwischen Gott und dem christlichen Volk, er sei als „sacerdos" - „sacra dans" - das Heilige gebend, Teilhaber am ewigen Priestertum Jesu Christi. Seine Aufgabe sei es zu opfern, zu segnen, zu predigen, zu taufen und sein Volk als guter Hirte zu führen und zu heiligen. Ihr Gründer habe ihnen ein leuchtendes Beispiel der Treue zum Priestertum der katholischen Kirche gegeben, die reine Lehre in Wahrheit weiterzugeben, sie zu verteidigen und das Königtum Christi zu predigen in ihrer übernatürlichen Aufgabe in der Erneuerung des heiligen Messopfers, das die Quelle jeglicher Heiligung und Heiligkeit sei.

Ihnen werde jetzt die größte Gnade zuteil, die einem Sterblichen durch Gottes liebevolle Auserwählung verliehen werden kann. Die Gottesmutter gebe ihnen dazu Tapferkeit,  die  Gnade des  Glaubens, der Treue und die Liebe zum Heiland.

Im Anschluss an seine Predigt mit dem klaren Bekenntnis zum Priestertum, zur katholischen Kirche und zum Heiligen Vater vollzog Bischof de Galarreta die Zeremonien der Priesterweihe, nachdem die zwei Weihekandidaten ihrem Erzdiakon Pater Stefan Frey ihr „Adsum!" - „Ich bin bereit!" - gesprochen hatten. Nun war der Augenblick gekommen, auf den die Auserwählten sich jahrelang durch Studium, Gebet und Tugendübung vorbereitet hatten. Der Bischof legte einem jeden seine Hände auf das Haupt, während tiefes Schweigen herrschte; dasselbe taten der Reihe nach die 42 anwesenden Priester.

Hierauf brachten sie im Verein mit ihrem Bischof zum ersten Mal das heilige Messopfer dar. Mit dem Jubellied „Lauda Jerusalem Dominum", dem „Benedictus, qui venit", dem „Te Deum" und dem Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet" endete die mehrstündige Zeremonie, die mit der Pontifikalvesper am Nachmittag ihren Abschluss fand.

Zaitzkofen, 11.6.2012

Fronleichnam

Wie alljährlich fand auch heuer wieder die Fronleichnamsprozession statt. Noch am Mittwochnachmittag regnete es fast ununterbrochen, während fleißige Hände die Altäre aufbauten und die kunstvollen Blumenteppiche legten.
Wird uns der hl. Petrus für morgen wohl gutes Wetter erflehen? Das war die bange Frage. Doch er tat es!

Schon am frühen Morgen des Fronleichnamstages eilten Seminaristen, Brüder und KJB-Mitglieder zu den vier Altären um letzte Hand anzulegen.

Anschließend an das lev. Hochamt, zelebriert von Pater Regens Frey, nahm man Aufstellung zur feierlichen Prozession, die mit Gebet und Gesang, begleitet von einer Blaskappelle, durch den Ort Zaitzkofen führte.

Nach Rückkehr in die Kirche, Schlusssegen und dem Lied `Großer Gott wir loben Dich´, waren alle Gläubigen zum gemeinsamen Mittagessen in das Weihezelt im Schlosspark eingeladen.

In seiner Ansprache dankte Pater Regens allen Helfern, die selbstlos und aufopfernd an der Vorbereitung und Durchführung der Fronleichnamsprozession mitgewirkt hatten. Außerdem ging er kurz auf den derzeitigen Stand der Beziehungen der Bruderschaft St. Pius X. zu Rom ein und gab einen Ausblick auf zu erwartende Neueintritte für das kommende Studienjahr.

Predigt zum Fronleichnamsfest

Zaitzkofen, 3.6.2012

Fußballspiel

Das EM-Fußballfieber hatte jetzt auch das Seminar und den Ort Zaitzkofen ergriffen. Am Sonntag, den 3. Juni war es soweit. Pünktlich um 14.00 Uhr war Anpfiff auf dem Fußballplatz in Eggmühl.

Eine Mannschaft aus Seminaristen und Brüdern kämpfte gegen eine Auswahl von Spielern des Ortes Zaitzkofen um den begehrten Pokal.

Noch vor dem Mittagessen hatte es kräftig geregnet, von der Sonne war nichts zu sehen und man bangte, ob des schlechten Wetters, das Spiel evt. absagen zu müssen. Doch zur rechten Zeit hatte der Regen nachgelassen und ganz aufgehört und die Sonne kam zum Vorschein, zur Freude aller Fußballbegeisterten. Das Spiel endete glücklich mit 5:0 für das Seminar.

 

Zaitzkofen, 27.5.2012

Firmung

Am Pfingstsonntag spendete S.E. Mgr. Bernard Tissier de Mallerais drei Erwachsenen und sieben Kindern das Sakrament der Firmung. Unter Anteilnahme von Familienangehörigen und Verwandten der Firmlinge, sowie deren Patinnen und Paten wurde um 9.15 Uhr in der St. Annakapelle des Schlosses die feierliche Handlung vollzogen.

Anschließend an die Firmung fand um 10.00 Uhr das Pontifakalamt in der Immakulatakapelle statt.

Zaitzkofen, 26.5.2012

Diakonatsweihe

Am Pfingstvigiltag weihte S.E. Mgr. Bernard Tissier de Mallerais einen Subdiakon zum Diakon. Bei herrlichen Sonnenschein kamen Gläubige aus nah und fern um an der schönen und feierlichen Zermonie teilzunehmen. In seiner Predigt stellte der Bischof dem angehenden Diakon den Hl. Stephanus als Vorbild dar, der als erster Martyrer sein Leben für Christus hingab. Mit gleicher Festigkeit und Entschlossenheit muss der Diakon heute bereit sein den Glauben zu verteidigen, der von innerhalb und außerhalb der Kirche angegriffen wird.

 

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Zaitzkofen, 23.5.2012

Seminarausflug zur Fa. Holmer, Eggmühl

Am 23. Mai unternahm unsere Seminargemeinschaft einen Ausflug in das nahegelegene Eggmühl. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Fertigung von Vollerntemaschinen für Zuckerrüben. Die Besucher erhielten einen Einblick in die Firmengeschichte, deren Gründung und Umsätze. Ferner wurde ihnen in Vorträgen die Entwicklung, Produktion, Logistik, sowie der weltweite Servivce solch großer Maschinen erläutert.

Zaitzkofen, 17.5.2012

Erstkommunion

Am Tag Christi-Himmelfahrt empfingen zwei Kinder unserer Gläubigen zum ersten Mal die hl. Kommunion. In einem feierlichen, levitierten Hochamt, zelebriert von Pater Tobias Amselgruber, legten die Kinder vor der versammelten Gemeinde ihre Taufversprechen ab, was ehedem bei ihrer Taufe ihre Taufpaten stellvertretend für sie getan hatten.

Laberzeitung, 17.5.2012

Lichterprozession am Fatimatag

Wie alljährlich zum Fatimatag am 13. Mai wurde auch am vergangenen Sonntag die Rosenkranzkönigin von Fatima im Herz-Jesu Priesterseminar von Zaitzkofen in den Mittelpunkt der Marienverehrung gestellt. In seiner Ansprache wies der französische Pater Laroche auf die außerordentliche Bedeutung der Erscheinung der Muttergottes von Fatima hin. Durch sie habe Gott direkt in die Geschichte des Jahrhunderts eingegriffen. Durch ihre Sühne, ihr Leiden und ihr tägliches Rosenkranzgebet mögen die Sünder gerettet werden und den Frieden erlangen. Unter Anteilnahme aller Seminarbewohner und der Gläubigen wurde die Marienstatue mit Gesang und Rosenkranzgebet am Schlosspark entlang durch die Laberauen getragen und schließlich zur Fatimakapelle am Schlossweiher gebracht, wo die Erneuerung der Weihe des Seminars an die Unbefleckte Gottesmutter vollzogen wurde. -sb-

Zaitzkofen, 6.5.2012

Wallfahrt des Seminars zum Hl. Rock nach Trier

Spät abends ist am 6. Mai unsere Seminargemeinschaft von Trier ins Seminar zurückgekehrt, das Herz von Freude und Dankbarkeit erfüllt über die gnadenreiche und tief beeindruckende Wallfahrt der Priesterbruderschaft zum Heiligen Rock. Mit 2500 von nah und fern angereisten Pilgern war die gewaltige ehemalige Abteikirche St. Maximin bis auf den letzten Platz gefüllt, deren Mauern vom begeisterten Gesang beim Festhochamt zum Zittern gebracht wurden. Als sich dann um 12.30 Uhr die Prozession zum Dom entfaltete, hallten die Straßen vom frommen Pilgergesang wider, Stunden geduldigen Wartens gingen wie im Flug vorüber, bis schließlich alle Pilger zum Heiligen Rock gelangen konnten, um vor ihm verehrend niederzuknien. Die feierliche Vesper in der herrlichen Barockkirche St. Paulin bildete den würdigen Abschluss dieser denkwürdigen Wallfahrt zur heiligen Tunika Christi, die man mit Recht als eine der kostbarsten Reliquien der Christenheit bezeichnen darf.

Unser Seminar rechnet es sich als Ehre an, beim Aufbau und Schmücken des Altarraums, in der Zeremonie und beim Gesang mitgewirkt haben zu dürfen.

 

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Zaitzkofen, 30.4.2012

Beerdigung von H.H. Pfr. Engelbert Zunhammer

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Der H.H. Pfarrer Engelbert Zunhammer wurde am Dienstag, den 24. April, in Zaitzkofen, auf dem Seminarfriedhof, zur letzten Ruhe begleitet.

Der deutsche Distriktobere, Pater Franz Schmidberger, zelebrierte das lev. Requiem.

Hier der Lebenslauf des verdienten Pfarrers Engelbert Zunhammer, dessen Leben ganz im Dienste des Glaubens und der überlieferten Messe stand:

Engelbert Zunhammer, Pfr. i. R., geb. am 03. Jan 1925, gest. am 19. Apr 2012, in seinem 88. Lebensjahr.

Seine Eltern waren Engelbert und Anna, geb. Hemmetzberger.

Sein Vater wirkte nach Abschluss der Kirchenmusikschule in Regensburg als Chorregent und Mesner in Pfeffenhausen (Diözese Regensburg).

Der Ehe entsprangen fünf Kinder: Annemarie, Irmengard, Engelbert, Siegfried und Josef.

Siegfried ist in den letzten Kriegstagen, am 17. April 1945, gefallen, Annemarie ist mit 37 Jahren gestorben.

Seine Mutter weilte täglich schon um fünf Uhr in der Pfarrkirche an der Kommunionbank vor dem Hochaltar im Gebet. Die tägliche heilige Messe der Eltern und der Kinder war eine Selbstverständlichkeit.

Schon mit fünf bis sechs Jahren erwachte in Engelbert der Wunsch, Priester zu werden. Neben dem Elternhaus waren das Pfarr- und das Benefiziatenhaus seine zweite Heimat. In den Sommerferien verbrachte er jeweils zwei bis vier Wochen in der Heimat der Eltern, nämlich in Traunwalchen. Die prägenden Eindrücke dort waren die Kirche mit einem großen Gang mit Kreuz auf der einen, einer Mariengrotte auf der anderen Seite und der Bildstock auf der Traunbrücke mit einer Lourdesmadonna hinter einem Vergrößerungsglas. Auch während der Ferien in Traunwalchen besuchte er täglich die heilige Messe.

Als er etwa acht Jahre alt war, wurde er vom Regensburger Bischof Michael Buchberger gefragt, was er einmal werden wolle. Seine Antwort war, er wolle einmal Pfarrer werden.

Von 1935 bis 1939 war er im Bischöflichen Knabenseminar in Metten bis zu seiner Aufhebung durch die Nationalsozialisten. In dieser Zeit war unter anderem der spätere Kardinal Augustinus Mayer OSB (+ 2010) sein Präfekt, der ihm Zeit seines Lebens zugetan war.

Im Jahre 1939 folgte der Wechsel an das Gymnasium in Ingolstadt zusammen mit dem Eintritt in das dortige Missionshaus St. Immakulata der Steyler Missionare (SVD). Dort wurde er spirituell stark geprägt nach den Konstitutionen der Steyler Missionare. Im 2. Weltkrieg wurde auch dieses Haus aufgehoben und in ein Lazarett umgewandelt. Engelbert Zunhammer blieb jedoch weiter in Ingolstadt, zuerst im Marienheim, dann, nach seiner „Vertreibung" von dort, in einer privaten Unterkunft. Seit seinem Aufenthalt im Missionshaus wirkte er als Organist, besonders im Ingolstädter Münster.

1943 wurde er eingezogen in das Wehrertüchtigungslager, den Reichsarbeitsdienst und schließlich in die Wehrmacht. Seine Stationen dabei waren Oberammergau, Füssen, Grenoble, Mont Cenis, Berdonecchia, Bologna, Sasso Marconi. Es war eine wunderbare Fügung, dass er nicht wie die meisten Kriegskameraden 1944 nach Russland abgestellt wurde, sondern zum Wiederaufbau der in Russland bereits aufgeriebenen 8. Gebirgsdivision in einer Nachrichtenabteilung eingesetzt wurde. Zum Kriegsende geriet er schließlich in Bologna in amerikanische Gefangenschaft. Im Herbst 1945 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen. Eine Fügung war sicher auch, dass seine Heimkehr genau mit einer für seinen gefallenen Bruder Siegfried gehaltenen Messe zusammenfiel.

Nach einem Sonderlehrgang für Kriegsteilnehmer machte er am Gymnasium in Ingolstadt sein Abitur und trat im September 1946 in das Missionspriesterseminar der Steyler Missionare in St. Augustin (zwischen Siegburg und Bonn) ein.

Seine Priesterweihe empfing er am 24. August 1952; die Primiz fand am 14. September 1952 in seinem Geburtsort Pfeffenhausen statt, eine Nachprimiz am 5. Juli 1953 in seiner elterlichen Heimat Traunwalchen.

Seine erste Stelle war, beim Wiederaufbau des deutschen Auslandsgymnasiums in Steyl / Holland mitzuarbeiten. In diesem Lebensabschnitt unternahm er noch weiterführende Studien: Singschullehrer- und Chorleiterseminar in Augsburg, Ferienseminar am Mozarteum in Salzburg, Musikhochschule und Universität in Köln. Er war Referendar am Apostel-Gymnasium in Köln, am Kaiser-Karl-Gymnasium in Aachen und an der Marienschule (Mädchengymnasium) in Krefeld.

So erwarb er durch das Ministerium von Nordrhein-Westfalen die Qualifikation für das Künstlerische Lehramt an höheren Schulen mit den Fächern Musik und Geographie. Fruchtbar wurde diese Ausbildung besonders für den Aufbau der Steyler Schulen St. Michael in Steyl, der Spätberufenen-Schule St. Josef in Geilenkirchen und des Gymnasiums St. Arnold bei Rheine in Westfalen.

Daneben machte er vielfache seelsorgliche Aushilfsdienste in Klöstern und Pfarreien, unter anderem im Kölner Raum, am Niederrhein, in Aachen, in der Eifel, in Düsseldorf, im Krankenhaus in Kaiserswerth, in Berlin, im Münsterland und während der Ferien in Bodenkirchen (Ndb.) und Umgebung.

Nach dieser großen Periode des Dienstes bei den Steyler Missionaren wechselte Pfarrer Zunhammer im Jahre 1966 aus vielerlei Gründen und auf Anraten des Steyler Generalvisitators in den Diözesanklerus des Erzbistums München und Freising und wurde dort auch inkardiniert.

Seine Stationen waren: Aushilfe in der Pfarrei Traunwalchen, Kaplan in Teisendorf, Chordirektor am Erzbischöflichen Studienseminar und gleichzeitige Tätigkeit in dieser Eigenschaft an der Stadtpfarrkirche St. Oswald in Traunstein sowie Unterricht in Musik an der Mädchenschule in Sparz.

Im September 1969 erhielt er schließlich – ein Jahr nach dem Tod seiner Mutter und zwei Monate nach dem Tod des Vaters – das Angebot der Übernahme der schönen Pfarrei Vachendorf mit vier Kirchen. Diese Pfarrei ist übrigens Mutterpfarrei von Ruhpolding, Siegsdorf, Inzell und Bergen, also von Orten, die heute weit bedeutender sind als Vachendorf.

In dieser Pfarrei verbrachte Pfarrer Zunhammer 25 segensreiche Jahre - vom September 1969 bis September 1994. Er legte besonderen Wert auf die Wahrung der Tradition, auf die wöchentlichen heiligen Stunden mit dem besonderen Anliegen des Gebetes um Priesterberufe in einer Zeit des auffallenden Schwundes von Berufungen und schließlich auf die bis zuletzt in regelmäßigen Abständen stattfindenden nächtlichen Anbetungen.

In die Vachendorfer Jahre fällt die Begegnung mit den verschiedensten Strömungen innerhalb des rasanten Umbruchs in der Kirche, die auch an ihm nicht spurlos geblieben sind und an seiner Gesundheit zehrten. Gesundheitlicher Abbau und nicht zuletzt eine taktvolle Rücksicht auf erwartete Reformbestrebungen, denen er sich nicht mehr gewachsen fühlte, bewegten ihn wiederholt, mit 69 Jahren um Versetzung in den Ruhestand zu bitten. Diesen konnte er im September 1994 antreten.

Aufgrund guter ärztlicher Betreuung war ihm noch die Kraft gegeben, den Interessen eines Vereins an der Stätte seines Ruhestandortes in Traunwalchen zur Förderung des Anliegens der Rosenkranzkapelle und des Philomena-Zentrums Deutschlands zu dienen. Dort sammelte er eine schöne, eifrige und opferfreudige Gruppe von Gläubigen um sich, denen er bis 2011 mit der Feier des überlieferten heiligen Messopfers und der Spendung der Sakramente in ihrer altehrwürdigen Form diente. Da die Kräfte immer mehr nachließen, siedelte er im August 2011 in das Seniorenheim St. Josef in Weihungszell über. Den priesterlichen Dienst am Philomena-Zentrum übernahm P. Repp, Prior der Bruderschaft St. Pius X. in Altötting.

Am Donnerstag, dem 19. April, ist er in Weihungszell sanft entschlafen, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten. R.I.P.!

 

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Zaitzkofen, 24.3.2012

Subdiakonatsweihe durch S.E. Weihbischof Bernard Fellay

Am Samstag, den 24. März 2012, weihte S.E. Mgr. Bernard Fellay einen Akolythen zum Subdiakon. Die Subdiakontsweihe ist die erste der Höheren Weihen zum Priestertum und verpflichtet u.a. den Kandidaten zu dauernder Ehelosigkeit und Keuschheit. Der Bischof ging in seiner Predigt speziell auf die Bedeutung und Aufgaben des Subdiakonats ein, das so in der heutigen Amtskirche nicht mehr existiert und den Reformen nach dem Konzil zum Opfer fiel. Die Subdiakonatsweihe geht bis in die ersten Jahrhunderte der Kirche zurück und hat somit eine sehr alte Tradition. Es blieb unserer Zeit vorbehalten, diese Weihe abzuschaffen.

 

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Zaitzkofen, März 2012

Werteerziehung muss zur Vervollkommnung der menschlichen Natur beitragen

In der Zeitschrift Niederbayerische Schule des Bezirksverbandes Niederbayern im BAYERISCHEN LEHRER- UND LEHRERINNENVERBAND e.V. wurde in der Ausgabe 3, März 2012, auf Seite 19, zum Themenkomplex WERTEERZIEHUNG auch ein Interview mit Regens Pater Stefan Frey veröffentlicht, dessen Inhalt nachstehend wiedergegeben wird.

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1. Ist eine Werteerziehung in der heutigen Zeit überhaupt opportun?

Diese Frage lässt sich m.E. leicht beantworten, wenn wir einen Blick auf die Früchte der sog. „wertfreien Erziehung“ werfen, wie sie im Geist der Frankfurter Schule nach der 68er-Revolte überall vehement propagiert wurde. Mit einem geradezu messianischen Anspruch, die Jugend von „Fremdbestimmung“ und „gesellschaftlichen Zwängen“ zu befreien, wurden alle tradierten und insbesondere die christlichen Werte verworfen. Die neuen Surrogate einer autonomen und antiautoritären „Selbstentfaltung“ erwiesen sich indes nur allzu schnell als
Utopie. Die Früchte, die sie immer deutlicher zeitigen, können einem vor der Zukunft nur Angst einjagen: Zerrüttete Familien, verwahrloste Kinder, randalierende Jugendliche, Betrug und triebhaftes Handeln, Reifedefizite junger Erwachsener bis hin zu fehlender Ausbildungsfähigkeit wirken sich immer nachteiliger und bedrohlicher auf das Gemeinwohl aus. Niemand vermag sich auszumalen, wohin unsere Gesellschaft steuert, wenn das so weiter geht. Insofern ist die Werteerziehung wirklich ein Gebot der Stunde.

2. Welche Werte brauchen unsere Kinder und Jugendlichen?
Grundsätzlich gesprochen müssen es Werte sein, die den Heranwachsenden helfen, ein Leben zu führen, das eines freien und verantwortlichen Wesens würdig ist. Diese Werte müssen demnach im Einklang mit ihrer menschlichen Natur stehen und zu deren Vervollkommnung beitragen. Da die Menschennatur im Verlauf der Geschichte immer dieselbe bleibt, haben auch die das menschliche Handeln bestimmenden Werte einen bleibenden, überzeitlichen Charakter. Sie sind in das Menschenherz eingeschrieben und haben ihren schriftlichen Niederschlag in den 10 Geboten gefunden sowie in der noch griffigeren Formel der Gottes- und Nächstenliebe.
Wenn wir die Kinder anleiten zu Höflichkeit, Respekt, Rücksichtnahme, Wahrhaftigkeit, Treue, Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein, dann erlegen wir ihnen keineswegs willkürliche Zwänge auf, sondern vermitteln ihnen Lebenswerte, die ihre Persönlichkeit formen, das menschliche Zusammenleben angenehmer gestalten und die zudem unverzichtbar sind für das harmonische Funktionieren einer gesellschaftlichen Ordnung.

3. Wir leben in einer äußerst pluralistischen Gesellschaft. Kann daher in der Schule überhaupt noch Werteerziehung geleistet werden?
Gerade weil der Dekalog Ausdruck des allgemeinen Naturgesetzes ist, wie es in den menschlichen Gewissen eingeschrieben ist, hat er eine universale Bedeutung, die weltanschauungsübergreifend ist. Insofern er sich also an alle Menschen richtet, kann und soll er auch in einer pluralistischen Gesellschaft allen Menschen gelehrt werden.

Wer indes die Existenz einer objektiven Wahrheit bestreitet, ist gezwungen, die Werteordnung im Sinne eines kümmerlichen gemeinsamen Nenners auf eine bloße „political correctness“ zu reduzieren – nach dem Grundsatz: Verhalte dich so, wie die anderen es von dir erwarten. Diese Maxime klingt harmlos, aber sie liefert die Menschen einer tyrannischen Fremdsteuerung aus, die man eigentlich zu überwinden vorgab. Zudem bleibt man in einem unverbindlichen Werterelativismus stecken, der gleich einem schwankenden Rohr im Wind den Jugendlichen weder Halt noch Orientierung oder Sinngebung verleihen kann.

4. Wie kann und sollte Werteerziehung in der Schule durchgeführt werden?
Der Schule kommt die ehrenvolle Aufgabe zu, das Erziehungswerk der Eltern zu unterstützen und zu ergänzen. In einer Zeit des allgemeinen Wertezerfalls sollte die Schule wieder vermehrt den Mut zur Ethik aufbringen. Wir sollten den Kindern bewusst mehr an Erziehung zumuten. Dieser Einsatz lohnt sich, denn genau davon, was wir heute den Kindern vermitteln, wird es abhängen, wie die Welt von morgen aussehen wird. Noch vor 50 Jahren war in Bayern die ethische und christliche Bildung der Jugend eine Selbstverständlichkeit. Und niemand kann bestreiten, dass die Prosperität unseres Landes nicht zuletzt dem Verantwortungsbewusstsein vergangener Generationen zu verdanken ist.

 

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Sommerapostolat von Juli bis Mitte September

Sommerapostalat der Seminaristen

Um sich in die Pastoral einzuüben, werden die Seminaristen beauftragt, während der Sommerferien einen Monat in der Seelsorge der Priester mitzuhelfen. Hier der Bericht eines solchen Einsatzes:

Bubenlager in Matten bei Zweisimmen (BE)

Wie jedes Jahr versammelten sich auch in diesem Sommer abenteuerlustige Buben aus der ganzen Schweiz zum traditionellen Bubenlager. Nachdem das letzte Lager in der Zentralschweiz stattgefunden hat, begaben wir uns dieses Jahr ins Berner-Oberland, genauer gesagt nach Matten, oberhalb von Zweisimmen.
Das uns zu Verfügung stehende Bauernhaus hatte seine interessanten Eigenheiten. Damit sind nicht nur die engen Treppen gemeint, sondern auch die im Dachgeschoss eng eingerichteten Zimmer. Die Buben aber fühlten sich in der neuen und abenteuerreichen Umgebung zufrieden. Besonders ungewöhnlich war dieses Jahr der Eingangsbereich. Aus organisatorischen Gründen war es nicht anders möglich, als dass die Buben bei jedem Betreten oder Verlassen des Hauses durch die Kapelle gehen mussten. Das mag im ersten Moment unpassend klingen, doch die Erfahrung lehrte uns, dass dies eine gute Möglichkeit war, die Kinder immer wieder zu einer kurzen Vereinigung mit unserem lieben Heiland im Tabernakel anzuleiten. Abbé Kusmenko hat sein Bestes gegeben, um die Kapelle trotz den dürftigen Verhältnissen sauber und schön einzurichten.
Das Bauernhaus war längst nicht das Attraktivste in diesem Jahr, schließlich hielt man sich ja nicht den ganzen Tag darin auf. Höhepunkte waren viel mehr besondere Tätigkeiten, wie etwa der Besuch einer Käserei. Hier galt es die Ohren zu spitzen und bei der Führung gut zuzuhören, da die Informationen bei einem späteren Spiel wieder wertvolle Punkte geben konnten. Als weiteres ließ Abbé Amberger, an einem regnerischen Nachmittag, die Kinder durch einen spannenden Bilder-Vortrag über das Universum erst richtig ins Staunen kommen. „Was, die Sonne ist so groß und so heiß?!“ Hier lernten die Kinder die Größe und Schönheit der Schöpfung kennen und vor allem die Liebe Gottes, der dies alles für uns Menschen geschaffen hat. Dann gab es auch einen Vortrag über die Mission in Gabun. Abbé Reiser durfte seine spannenden Eindrücke, die er letztes Jahr an dieser größten Mission der Priesterbruderschaft erfahren hatte, weitergeben. Hier sahen die Kinder die Einfachheit und Armut der afrikanischen Bevölkerung und lernten, dass man auch mit Wenigem sehr gut zufrieden sein kann.
Neben diesen „häuslichen“ Unternehmungen gab es natürlich auch verschiedene Geländespiele, welche die Kleidungsstücke des einen oder anderen schon mehr beanspruchten. Es war hier nicht nur die Sportlichkeit gefragt, sondern auch Wissen oder eine gute Kombinations- und Organisationsfähigkeit. So machten sich die Kinder in einem großen Spiel auf die Suche nach dem verschwundenen Tabernakelschlüssel. „Wo könnte er nur sein?“ Diese Frage tauchte sicherlich in vielen Köpfen auf. Doch nun galt es der Spur zu folgen und dabei die ganze Gruppe mitzuführen, da jeder einzelne, selbst der Kleinste, im Verlauf des Spieles seinen Beitrag leisten konnte... und sogar musste, wenn die Gruppe den Schlüssel als erstes haben wollte. Zum Glück hatten wir genug Betreuer, da es für ein so großes Spiel viel Organisation und Vorbereitung braucht. Damian und Patrick mussten „Marktverkäufer“ spielen und sogar Abbé Zahner war als „Krämerer“ im Einsatz. Besonders interessant war zudem das Spiel „Stratego“. Hier sollten die Kinder im gegnerischen Feld die Fahne des Feindes suchen und so schnell wie möglich ins eigene Lager bringen. Dabei hatte jeder Spieler eine Karte, auf der sein militärischer Rang geschrieben war. Falls zwei Gegner aufeinander trafen, war es einfach die Höhe des Ranges, die entscheidend war, um den Zweikampf zu gewinnen. An einem anderen Nachmittag organisierte Abbé Maret ein anderes Fahnenspiel, dass bei den Kindern ebenfalls Einsatz und Intelligenz forderte. Mit solchen Spielen verlief die Zeit geschwind und der Nachmittag war schnell vorbei. Dann kehrten die Buben immer wieder mit zufriedenen Gesichtern ins Lagerhaus zurück.
Einen besonderen Tag bildete der Sonntag. Dieses Jahr waren wir in Granges-Paccot (Kapelle in Fribourg) zur Nachprimiz von H.H.P. Markus Ignatius Pfluger eingeladen. So sahen die Buben einen Pater am Altar, den sie viele Jahre als Seminarist-Betreuer im Bubenlager erlebt hatten. Hoffentlich hat sich der eine oder andere in diesem Moment die Frage der Berufung gestellt, denn es sind gerade die Vorbilder, die uns immer wieder die Absichten Gottes erblicken lassen. (Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass Thomas, der dieses Jahr als Betreuer mitgewirkt hatte, im vergangenen Herbst bei den Brüdern der Priesterbruderschaft in Flavigny (F) als Postulant eingetreten ist.) Die Gläubigen waren geradezu angetan, als unsere 40 Buben die ersten Kirchenbänke füllten und den Gesang mit ihren kindlichen Stimmen erhellten. Im Anschluss an das Hochamt gab es im anliegenden Gemeindesaal ein gemütliches Mittagessen, bei dem der Neupriester zum Staunen aller Kinder und Betreuer ein langes Gedicht auswendig vortrug. Den weiteren Verlauf dieses gnadenreichen Tages bildeten zwei Zwischenhalte. Den ersten bei der Gnadenkapelle unserer lieben Frau von Bürglen, bei der uns Pater Mörgeli einige Worte zu diesem Gnadenort sagte, den selbst der Erzbischof sehr gut kannte. Den zweiten bei der Wallfahrtskirche Notre-Dame des Marches. Hier beteten wir den zweiten Teil des Rosenkranzes, den wir in Bürglen bereits begonnen hatten. Anschließend konnten die Kinder vor der weiteren Heimreise nochmals ihre Energie in einem Wettstreit unter Beweiß stellen und da die hungrigen Mägen nach einem Imbiss lechzten, gab es kurzum ein Eis, das alle Schleckmäuler erfreute.
Einen weiteren Höhepunkt bildete, wie jedes Jahr, der bunte Abend. Dieses Mal konnten wir die Feier sogar im Freien an einer Feuerstelle abhalten, was die richtige Atmosphäre mit sich brachte. Nach dem Grillen und einigen Liedern, die wir im Schein der Flammen sangen, gab es noch schauspielerische Darbietungen. Jede Gruppe musste einen einstudierten Sketch vorführen. Da wir in der Zeit schon ziemlich spät dran waren, wurde es schwierig die Natur-„Bühne“ zu beleuchten. Doch die Autoscheinwerfer halfen uns auch dieses Problem zu lösen. Die Sketche wurden natürlich bewertet und die Punkte den Gruppen zugeschrieben.
Das größte Erlebnis war dieses Jahr jedoch ein ganz unerwartetes. Pater Berthod kündigte schon einige Tage im Voraus ein besonderes Tagesprogramm an, doch niemand der Kinder erahnte im Geringsten, dass sie ein Flugzeug besteigen sollten. In der Tat kam es dann zu diesem „Höhenflug“, wobei alle Kinder, die nicht mitfliegen wollten, zum Minigolf fuhren. Der Flughafen Zweisimmen, der in unmittelbarer Nähe lag, bot sich für unser Abenteuer gut an und so versammelten wir uns schon am Morgen bei der Flughalle, um eine kleine Einführung zu erhalten. Die Piloten benutzten zwei verschiedene Flugzeuge. (Einmal eine Zweiplätzer-Maschiene und dann noch ein Vierplätzer) Sobald alles startklar war, saßen die ersten Kinder schon an ihren Plätzen und der erste „Take-Off“ konnte durchgeführt werden. Natürlich war die Freude groß und alle zuschauenden Kinder warteten ungeduldig, bis sie endlich an die Reihe kommen sollten. In Zwischenzeit drehten die Flugzeuge eine große Runde über den Köpfen der Buben und die Zeit von einer halben Stunde verging allzu schnell. War ein Flugzeug gelandet, so wurden die Passagiere ausgewechselt und eine neue Runde wurde gestartet. Dass dieser wunderschöne Tag den Kindern unvergesslich bleiben wird ist wohl nicht schwer zu erraten. An dieser Stelle sei auch den Wohltätern gedankt, die ein so außerordentliches Erlebnis möglich gemacht haben.
Dementsprechend vergingen die Tage im „Flug“ und die Abreise stand schon wieder vor der Tür. Doch am Abend zuvor gab es noch die gewohnte Siegerehrung mit der Preisverteilung. Dieses Jahr war die Spannung jedoch besonders groß, da wir noch am letzten Tag mehrere Spiele machten, welche die schlussendliche Rangordnung beeinflussen konnten. Auf diese Weise war es den Kinder nicht so leicht möglich vorauszuahnen, wer wohl der Sieger sei. Umso größer war die Freude der Gewinnergruppe, die noch an diesem Tag durch ein gutes Spiel von Platz 2 auf Platz 1 rutschte und so die großen Geschenke in Empfang nehmen konnte.
So war es auch dieses Jahr wieder ein gelungenes Lager und wir danken allen Wohltätern für die Spenden oder für die praktischen Mithilfen, da nur auf diese Weise ein so schönes Bubenlager möglich ist. Besonderen Dank gilt den beiden Köchinnen, Frau Risch und Frau Locher, die in unermüdlicher Arbeit für die tägliche Verpflegung sorgten. Selbst die Betreuer kehrten nach einem anstrengenden Einsatz mit frohem Herz nach Hause zurück und freuten sich bereits auf das nächste Lager, an dem hoffentlich wieder so zahlreiche Kinder teilnehmen werden.

Abbé Reiser

 

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Laberzeitung, 10.2.2012

Piusbruderschaft weiht Exorzisten

Umstrittener Akt für sechs Studenten im Zaitzkofener Priesterseminar


Zaitzkofen. (lby/dapd) Die umstrittene erzkonservative Piusbruderschaft hat in Zaitzkofen bei Regensburg sechs Studenten zu Exorzisten geweiht. Dies sei im Rahmen der niederen Weihen üblich, sagte am Donnerstag der Leiter des Priesterseminars der Piusbruderschaft, Pater Stefan Frey. Er bestätigte einen Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Aufgabe von Exorzisten ist, „Besessene" zu heilen. Frey betonte, bis zur Liturgiereform vor 40 Jahren sei diese Weihe in der gesamten katholischen Kirche üblich gewesen. Er stellte aber klar, dass diese Weihe nicht bedeute, dass die Männer das Amt des Exorzisten auch übertragen bekommen: „Zur Ausübung des Amtes ist erforderlich, dass man Erstens Priester ist und Zweitens einen bischöflichen Auftrag erhält."
Dem Exorzisten wird nach Überzeugung der Piusbruderschaft durch die Weihe Macht über die Dämonen verliehen. Der alte Ritus sieht vor, dass der Bischof bei der Weihe sagt: „Ihr empfangt die Gewalt, den Besessenen die Hände aufzulegen. Durch die Auflegung euerer Hände werden kraft der Gnade des Heiligen Geistes und der Worte der Beschwörung die unreinen Geister aus den Besessenen vertrieben."

Großes Interesse in Italien

Frey wies darauf hin, dass es in der gesamten katholischen Kirche nach wie vor Exorzisten gebe. „Am Amt des Exorzisten hat sich ja nichts geändert", betonte er. In jedem Bistum gebe es dafür offizielle Beauftragte.
Der Katechismus der katholischen Kirche erläutert, der Exorzismus diene dazu, „Dämonen auszutreiben oder vom Einfluss von Dämonen zu befreien".  Es  sei aber wichtig, „die Gegenwart des bösen Feindes" von psychischen Krankheiten zu unterscheiden.
Erst vor wenigen Tagen hatte das italienische Magazin „Panorama" berichtet, in Italien sei das Interesse an Dämonenaustreibungen in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen: Mehr als 500000 Menschen hätten sich im vergangenen Jahr deswegen an Priester gewandt - 30 Prozent mehr als noch 2006.

In Deutschland sehr selten

Die katholische Kirche in Deutschland geht mit dem Thema Exorzismus dagegen sehr zurückhaltend um. Ein Sprecher der Bischofskonferenz sagte am Donnerstag auf Anfrage, für Deutschland gebe es keine Zahlen. Zugleich hob er das „hohe Engagement" der Kirche bei der seelsorgerischen und psychologischen Begleitung von Menschen hervor. Natürlich wendeten sich Menschen mit psychischen oder seelischen Belastungen an die Kirche. Diesen biete die Kirche Hilfe in seelsorglicher und psychologischer Form an. „In den seltensten Fällen bitten Menschen möglicherweise auch mal um einen Exorzismus."
Das Erzbistum Paderborn beispielsweise hatte 2008 mitgeteilt, dass innerhalb von acht Jahren drei Menschen von einem Seelsorger exorziert worden seien. Das Bistum Eichstätt dagegen untersagte im selben Jahr nach Medienberichten über Teufelsaustreibungen einem Geistlichen weitere Exorzismen. Der Priester sei verpflichtet worden, „in Zukunft weder einen Exorzismus noch Befreiungsgebete zu sprechen".

Exorzismus

Unter Exorzismus wird in vielen Religionen der Welt die Austreibung des Bösen verstanden. In der katholischen Kirche war der Exorzismus im Mittelalter gang und gäbe. Heute unterliegt er strengen Auflagen. Der Exorzismus bezeichnet ein Vorgehen, um Dämonen und Geister herbeizuholen, sie fernzuhalten oder sie aus den von ihnen besessenen Menschen auszutreiben. Früher unterschied die katholische Kirche zwischen Großem und Kleinem Exorzismus, seit 1998 jedoch nicht mehr, wie das Bistum Mainz erklärte. Damals habe der Vatikan den Ritus reformiert. Wenn heute von Exorzismus die Rede ist, sei Großer Exorzismus nach der alten Bezeichnung gemeint.
Für Exorzismen ist eine Genehmigung des Ortsordinarius (Bischof) erforderlich. Zum (Großen) Exorzismus gehört unter anderem das Besprengen mit Weihwasser, die Anrufung Gottes und Handauflegung. Nach den Kirchenvorschriften muss als Voraussetzung für einen Exorzismus ein Mensch als „besessen" eingestuft werden. Als Zeichen gilt etwa, wenn jemand in unverständlichen Sprachen spricht. Psychische oder geistige Erkrankungen müssen laut Kirchenrecht von hinzugezogenen Medizinern ausgeschlossen werden, ehe ein Bischof seine Zustimmung zur „Teufelsaustreibung" durch einen speziell geschulten Geistlichen geben kann. Die Austreibung findet dann in mehreren Sitzungen statt. Der Geistliche versucht über Gespräche und Gesprächsformeln indirekt Kontakt zum „Bösen" aufzunehmen, um es zum „Ausfahren" aus dem Körper des Besessenen zu bewegen.      (dpa) 

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Wieder im öffentlichen Fokus: Das Priesterseminar der Piusbrüder in Zaitzkofen. 

 

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Bericht Laberzeitung, 7.2.2012

Erteilung der Niederen Weihen, Einkleidung und Tonsur

"Tretet die Nachfolge Jesu Christi an"

Pontifikalamt am Lichtmesstag: Sieben junge Männer Gewand des Klerikers erhalten

Zaitzkofen.  (sb) Am 1. Februar und am darauf folgenden Donnerstag, dem Lichtmesstag, feierte die Seminargemeinschaft von Zaitzkofen die Einkleidung von sieben Seminaristen, die Tonsur für vier und die Niederen Weihen von neun Alumnen zu Ostiariern, Lektoren, Exorzisten und Akolythen.
Elf Seminaristen wurden im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamts von Bischof Bernard Tissier de Mallerais durch Einkleidung und Tonsur in den Stand der Kleriker aufgenommen und der Priesterbruderschaft St. Pius X. geschenkt.

Am Lichtmesstag sind sieben junge Männer nach Kerzenweihe und Lichterprozession an den Altar getreten, um sich von dieser Welt loszusagen und ihrem Bischof Glaubenstreue, Gehorsam und Reinheit an Leib und Seele zu geloben. Sie erhielten von ihm die Soutane das Gewand des Klerikers, und das Kreuz der Nachfolge Christi. Beim Pontifikalgottesdienst wertete Bischof de Mallerais die Soutane als stille Predigt, als Glaubensakt, als Glaubens-bekenntnis und als Schätzung des Nächsten. So sei das Kleid des Klerikers nicht Hindernis, sondern Hilfe und erleichtere das Apostolat des Klerikers. Ehrfurcht und Achtung werde den künftigen Priestern, welche die Soutane tragen, entgegengebracht.

Verzicht auf diese Welt

Mit der Erteilung der Tonsur, in der der Bischof Haarbüschel in Kreuzesform heraus-schneidet, verzichten die Kandidaten auf diese Welt und treten als „Cleri – Kleriker“, das heißt von der Welt Abgeschiedene, in den besonderen Dienst Gottes und der Kirche ein. Der Regens des Seminars, Pater Stefan Frey, rief sodann die Weihekandidaten einzeln bei ihrem Namen, die daraufhin ihr „Adsum“ – „Ich bin bereit“ sprachen und vor den Altar traten, um diese heiligen Weihen zu empfangen. Auf Lichtmess hinweisend forderte der Prediger von den Weihekandidaten, zu beten, um die Gnaden der Treue, des apostolischen Eifers, der Demut, Einfachheit und der Würde, wie die Gottesmutter Maria es ihnen vorlebte, um selbst „Lumen ad revelationem gentium“ – „Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden“ werden zu können.

Einkleidung und Tonsur am Lichtmesstag

Erteilung der Niederen Weihen am 1. Feb 2012

 

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Zaitzkofen, 26.12.2011

Exerzitien zur Jahreswende

Alljährlich wird im Priesterseminar Herz Jesu, in der Weihnachtswoche, vom 2. Weihnachts-tag bis Silvester, ein Exerzitienkurs für Männer gepredigt. Für die Teilnehmer ist dies eine Zeit der Stille, Besinnung und Beschaulichkeit. Gerade in der Weihnachtswoche, die ganz im Zeichen der Geburt unseres Herrn und Heilandes steht, wo die Natur ruht, die Tage am kürzesten sind, kann man leichter über sich und den Sinn des Lebens nachdenken. Das alte Jahr geht dem Ende zu, das neue beginnt. Es ist gut Bilanz zu halten über die verflossene Zeit und gute Vorsätze zu fassen für die Zukunft. So kann man Korrekturen vornehmen und seinem Leben einen wahren Sinn geben.

Auch heuer fühlten sich wieder 30 Männer aller Altersgruppen davon angezogen und kamen teilweise von weit her nach Zaitzkofen, um an diesem ignatianischen Exerzitenkurs teilzunehmen. Drei Patres der Priesterbruderschaft St. Pius X. predigten den Kurs und gaben den Exerzitanten Ratschläge und Hilfestellung in deren persönlichen Anliegen.

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Die Teilnehmer am Exerzitienkurs in der Weihnachtswoche 2011.

Wieder im öffentlichen Fokus: Das Priesterseminar der Piusbrüder in Zaitzkofen.

 

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Zaitzkofen, 25.12.2011

Besuch von S.E. Mgr. Bernard Tissier de Mallerais

Das feierliche Pontifikalamt mit S.E. Mgr. Tissier de Mallerais und zugleich dritte und letzte Messe des Festtages von Weihnachten, bildete gewissermaßen den Höhepunkt des weihnachtlichen Geschehens im Seminar, nach Matutin, Mitternachtsmesse, Laudes und der hl. Messe am Morgen.

Die Predigten der Mitternachtsmesse und des Pontifikalamtes können über den Link "Predigten" abgerufen werden.

Nach dem Pontifikalamt waren alle Gläubigen traditionsgemäß zum Empfang im Schloss, mit kleinem Imbiss und anschließendem Weihnachtskonzert, eingeladen. 

 

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Zaitzkofen, 8.12.2011

Einweihung der Eingangshalle des Schlosses

Während der laufenden Schloss-Sanierung wurde der Eingangsbereich restauriert und in seinen ursprünglichen Zustand umgestaltet. Die massiven Mauern und Gewölbe treten nun wieder in voller Schönheit hervor. Beide Eingangstore, das vordere , das den Haupteingang bildet, und das hintere, das zum Schlossgarten führt, sind identisch gestaltet, ebenerdig verbunden und nicht mehr durch den Quergang getrennt. Ebenso wurden die beiden steinernen Torbögen und -säulen wieder freigelegt und in mühevoller Arbeit von Putz und Farbe gereinigt.

Pater Regens Frey erläuterte in seiner kurzen Ansprache die Gründe und Notwendigkeit der Maßnahme, und gab seiner Freude über die gelungene Wiederherstellung der Halle Ausdruck. "Nach fast 300 Jahren des Bestehens sind wir es dem Schloss schuldig, es auch weiterhin in seiner Substanz zu erhalten." Er dankte allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz.

Im Rahmen dieser kleinen Feier nahm Pater Nély, vom Geralhaus in Menzingen, die Einsegung der neu gestalteten Eingangshalle vor.
Sie bietet nunmehr auch den Gläubigen die Möglichkeit der Begegnung und Unterhaltung, wenn es draußen im Schlosshof kalt und ungemütlich wird.

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Pater Nély bei der Segnung der neu gestalteten Eingangshalle am 8. Dez 2011.

 

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Zaitzkofen, 8.12.2011

Aufnahme neuer Mitglieder in die Bruderschaft St. Pius X.

Am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens und zugleich dem Patronatsfest unserer Seminarkapelle, wurden vier Seminaristen als neue Mitglieder in die Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgenommen. Pater Nély, zweiter Sekretär der Priester-bruderschaft St. Pius X., war aus diesem Anlass nach Zaitzkofen gekommen, um die feierliche Zeremonie zu vollziehen und die Treueversprechen der neuen Mitglieder entgegenzunehmen. An eben diesem Tag erneuern auch andere Mitglieder ihre zeitlichen Gelübde, wie es die Statuten der Priesterbruderschaft St. Pius X. vorsehen und wie es von ihrem Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre, gewollt war. Pater Kowalski aus Warschau legte seine endgültigen Versprechen ab. 

Die Festpredigt hielt Pater Nély in französisch. Sie wurde von Pater Regens Frey übersetzt und kann unter "Predigten" abgehört werden.

Dazu der Artikel der Laber-Zeitung vom 21. Dez 2011

VIER NEUE MITGLIEDER IN PRIESTERBRUDERSCHAFT AUFGENOMMEN.

In einem Hochamt, zelebriert vom zweiten Assistenten des Generaloberen Bischof Bernard Fellay, Pater Alain Nély, wurden am Tag der Unbefleckten Empfängnis, dem Kirchenpatrozinium der Seminarkirche, vier Seminaristen in die Priesterbruderschaft aufgenommen. In seiner Predigt betonte der Priester, dass Monseigneur Lefebvre gerade die Muttergottes als Schutzpatronin auserwählt habe, um damit weithin sichtbar ein Zeichen für die Priesterbruderschaft zu setzen. An der Hand Mariens  mögen sich seine Priester nicht an den Idealen einer mehr oder weniger materialistischen Welt orientieren. Darum weihe sich die Priesterbruderschaft ganz und gar Maria. Vor 150 Jahren habe der selige Papst Pius IX. dieses Dogma verkündet, das besagt, dass Maria wegen ihres einzigartigen Privilegs, Mutter Gottes zu sein, vor jedem Makel der Erbsünde vom ersten Augenblick ihres Daseins an bewahrt geblieben ist. (sb)

 

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Zaitzkofen, 6.12.2011

Nikolausfeier des Seminars

"Alle Jahre wieder", so könnte auch hier das Motto lauten. Aber es wird nie langweilig. Schon nach dem Mittagessen blieb das Refektorium für den Publikumsverkehr geschlossen, um die Vorbereitungen für die abendliche Feier zu treffen. Sie wird von den Seminaristen gestaltet und alle Übungen und Vorbereitungen bleiben selbstverständlich "geheim", denn es soll ja eine Überraschung werden. 

Diesmal führte der Nikolaus mit seinen Mitspielern die Seminargemeinschaft in die Epoche der Gründerzeit unseres Schlosses, vor ca. 300 Jahren, zurück.

 

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Zaizkofen, 31.10.2011

Ausflug nach Regensburg

Diesmal führte der Ausflug in die alte Reichsstadt Regensburg, mit einer Führung durch das alte, fürstliche Schloss Emmeram, von Thurn&Taxis, mit mehr als 200 Zimmern, seiner Schlosskirche und Schlosskapelle.

Eine interessante Abwechslung bot gewiss die geplante Brauerei-Besichtigung. Die kleine, fürstliche Brauerei befindet sich dem Schloss gegenüber. Hier wird noch heute Bier für den Konsum in der Schloss-Gaststätte gebraut. Die Führung übernahm der Braumeister selbst. Beim anschließenden Mittagessen konnten sich alle Teilnehmer von der hohen Braukunst überzeugen.

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Die Seminargemeinschaft im Schlosshof St. Emmeram, in Regensburg.

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Zaitzkofen, 29.11.2011

Treffen für Diözesanpriester in Zaitzkofen

Am 28. November fand ein Treffen für die befreundeten Diözesanpriester statt. Siebzehn Pfarrer und Kapläne waren der Einladung der Priesterbruderschaft St. Pius X. gefolgt. Thema des Treffens war: "Das römische Breviergebet". Pater François Berthod, Lehrer am Seminar, beleuchtete die spirituelle und geistliche Dimension dieses wohl wichtigsten und heiligsten Gebetes der Kirche – nach dem Messopfer, versteht sich. Pater Matthias Grün, ebenfalls Lehrer am Priesterseminar Herz-Jesu, sprach in seinen Vortrag über die "Einführung in das Breviergebet". Pater Franz Schmidberger sprach über die Beziehungen der Priesterbruderschaft mit Rom sowie über deren Apostolat in Deutschland.

"Die Atmosphäre war sehr angenehm und entspannt", sagt Pater Robert Schmidt, der von der Priesterbruderschaft St. Pius X. für das Werk der Priesterfreunde beauftragte Seelsorger. "Ich glaube, dass alle Teilnehmer nicht nur in geistlicher Beziehung viel mitnehmen konnten, sondern dass sie auch bestärkt wurden, ihren Weg in Richtung der katholischen Tradition weiter zu gehen."
Hören Sie hier die beiden Vorträge über das Breviergebet unter diesem Link.

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Zaitzkofen, 17.11.2011

Priestertreffen des deutschen Distrikts

Vom 14. bis 16. Nov. fand das dreitägige Herbsttreffen der Priester des deutschen Distrikts statt. Unser Seminar beherbergte 39 Priester aus ganz Deutschland, was erstmals die Kapazitäten unseres Hauses sprengte. Da mit den Neueintritten die Grundauslastung des Seminars gestiegen ist, waren drei Priester gezwungen, auswärts zu übernachten. Drei Tage hieß es also „volle Bude“; auch von den Brüdern und Seminaristen war voller Einsatz verlangt, damit der reibungslose Ablauf des Treffens garantiert und alle Gäste zufrieden gestellt werden konnten. Diese jeweils zweimal jährlich stattfindenden Begegnungen zwischen der Priestergemeinschaft des Distrikts Deutschlands und der Seminar-gemeinschaft stellt für beide Parteien ein herzerfrischendes Ereignis dar. Für die Priester ist es einfach schön, für kurze Zeit zur Alma Mater, zu den Ursprüngen ihres Priestertums zurückzukehren (und sich ein bisschen verwöhnen zu lassen), und für die Seminaristen hat es etwas Aufregendes an sich, mit den Streitern an der Front in Kontakt zu kommen. Selbstverständlich kommt während dieser Tage das Studium nicht zu kurz. Kompetente Gastreferenten führen durch ein attraktives Programm verschiedener philosophischer, theologischer und pastoraler Themen. So begeisterte beispielsweise Prof. Dr. Walter Hoeres die Priester und Seminaristen mit seinem zweistündigen Referat über die Anthropologie von Johannes Duns Scotus, wobei er seine Ausführungen mit köstlichen Anekdoten zu würzen und mit aktuellen Anwendungen in die heutige Zeit zu stellen wusste.

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Priestertreffen des deutschen Distrikts - Vortrag von Pater Franz Schmidberger.

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Koblacher Gemeindeblatt, 21.10.2011

Reise zum Krippenfreund "Bruder Lukas"

Am 25. September 2011 reisten Mitglieder des Krippenbauvereins nach Zaitzkofen (nahe Regensburg) zum Priesterseminar Herz Jesu. Dort begann das levitierte Hochamt, die lateinische, zweistündige Zeremonie zur Einkleidung des langjährigen Krippenfreundes Lukas Bolter aus Koblach. Im Alter von 25 Jahren hat sich der zielstrebige junge Mann überraschend entschieden, in den Dienst der Kirche zu treten. Nach der Messe wurden Freunde und Bekannte im Schlosskeller bewirtet. Der anschließende Rundgang  vom Keller bis zum Dachboden führte auch in das Reich des gelernten Tischlers. Riesige Klostertüren und Bogenfenster stehen zum Einbau bereit.
Nach vielen netten Gesprächen mit den Mitbrüdern verabschiedete sich der Krippenbauverein von Lukas mit einem herzlichen "Vergelt´s Gott".

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Bruder Lukas Bolter und seine Krippenfreunde.

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Laberzeitung, 21.10.2011

Neueintritte

ELF NEUEINTRITTE Mit Semesterbeginn sind elf junge Männer in das Herz-Jesu Priesterseminar der Priester-bruderschaft St Pius X. in Zaitzkofen eingetreten: neun Priesterkandidaten und zwei Brüderpostulanten. Weitere drei Schwestern und acht Ordensbrüder leben im Seminar und unterstützen die sieben Professoren und einen Sprachlehrer in ihrer Arbeit und Lehrtätigkeit. Die Seminaristen durchwandern in der Regel ein Spiritualitätsjahr. Nach reiflicher Prüfung werden sie dann im Februar nächsten Jahres eingekleidet, um innerhalb der kommenden sechs Jahre im Studium der Philosophie und Theologie und durch verschiedene Weihen zum Priestertum herangeführt zu werden. Von den neun Seminaristen und zwei Brüderpostulanten stammen vier aus Deutschland, je einer aus Österreich, Polen, Serbien, Tschechien und den Niederlanden sowie zwei aus Litauen.

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Elf Neueintritte - Die neuen Seminarmitglieder mit Pater Regens Frey vor dem Portal des Schlosses Zaitzkofen.

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Die neun neuen Seminaristen und zwei Brüderpostulanten vor dem Herz-Jesu-Brunnen.

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Zaitzkofen, 29.9.2011

Brüderfest mit Gelübdeerneuerung

Mit einem feierlichen, levitierten Hochamt, zelebriert von H.H. Pater Laroche, begingen die Brüder der Priesterbruderschaft St. Pius X. ihren Festtag am 29. September, dem St. Michaelstag. Alljährlich legen die Ordensbrüder an diesem Tag ihre Gelübde ab, bzw. erneuern diese. Dieses freudige Ereignis wird im Seminar stets als ganz besonderer Festtag gefeiert.
In seiner Festpredigt ging Pater Laroche besonders auf das segensreiche Wirken der Brüder für unsere Ordensgemeinschaft, aber auch für die katholische Kirche als ganzes, ein.

 

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Zaitzkofen, 29.11.2011

Aufnahme eines Bruders in die FSSPX

Am 29. Sep 2011 wurde Bruder Robert, nach Absolvierung eines Jahres als Bruderpostulant und eines Novizenjahres, offiziell als neuer Ordensbruder in die Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgenommen.  

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Aufnahme von Bruder Robert als Ordensbruder in die Priesterbruderschaft St. Pius X. am St. Michaelsfest.

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Zaitzkofen, 25.9.2011

Einkleidung eines neuen Bruders

Im Rahmen eines levitierten Hochamtes, zelebriert von H.H. Pater Niklaus Pfluger, wurde am Sonntag, den 25. Sep. 2011, Bruder Lukas als neuer Bruder eingekleidet.
Ein Jahr lang lernte er als Bruderpostulant das Ordensleben kennen und konnte dabei seine Berufung zum Ordensmann prüfen.
Nun durchläuft Br. Lukas ein weiteres Jahr das Novizat, bevor er offiziell als Ordensbruder in die Mitgliedschaft der FSSPX aufgenommen wird.

 

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Zaitzkofen, 12.9.2011

Zum Semesterbeginn am 17. September

Da am kommenden Samstag, den 17. September unsere Seminaristen aus ihren Sommer-ferien zurückkehren werden, empfehlen wir das neue Studienjahr Ihren Gebeten. Als neuer Lehrer ist Pater Matthias Grün bereits im Seminar eingetroffen. Er wird die Fächer von P. Markus Pfluger übernehmen und in Zukunft Spiritualität, Pastoraltheologie sowie Ethik unterrichten. Jedem der sechs Seminarpriester ist übrigens neben dem Lehrauftrag auch ein zusätzlicher Zuständigkeitsbereich übertragen. Erlauben Sie mir, Ihnen diese Aufgaben kurz vorzustellen:

   P. Berthod: Subregens, Präfekt der Brüder, Novizenmeister

   P. Laroche: Präfekt der Oblatinnen, verantwortlich für das Apostolat in Nürnberg und  
       Bamberg. Zudem hat er einen zusätzlichen Lehrauftrag im Priesterseminar der
       befreundeten Priesterbruderschaft St. Josaphat in Low, Ukraine

   P. Grün: verantwortlich für die Seelsorge unserer Gemeinde in Zaitzkofen

   P. Tobias Amselgruber: Liturgie- und Musikpräfekt

   P. Kasteleiner: Studien- und Gesundheitspräfekt

Wie im letzten Rundbrief bereits erwähnt, dürfen wir uns im Herbst auf einen „guten Jahrgang“ freuen. So Gott will, werden 10 neue Seminaristen und zwei Brüderpostulanten die Schwelle unseres Seminars übertreten. Dafür sind wir Gott, dem Urheber geistlicher Berufungen, zutiefst dankbar. Wie dringend bedarf die Kirche vieler treuer und eifriger Diener!

Vom 18. bis 24. September werden hier im Seminar die sechstägigen Exerzitien zum Studienjahrbeginn stattfinden, die heuer von P. Jean-Dominique gepredigt werden. Auch dieses Anliegen darf ich Ihrem sehr geschätzten Gebet empfehlen. Im Gegenzug versichere ich Sie des treuen Gebets unserer Seminargemeinschaft für Sie in allen Ihren Anliegen. Täglich opfern wir einen Rosenkranz für unsere Wohltäter auf und gedenken Ihrer in der hl Messe.

Sie dem Schutz der heiligen Engel empfehlend, deren Verehrung der Monat September geweiht ist, grüße ich Sie herzlich und verbleibe mit priesterlichem Segen
 
P. Stefan Frey, Regens

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